Seit dem 2. April können Versicherungsunternehmen ihren Kunden für die Baufinanzierung erstmals Darlehen der KfW anbieten. Das meldet der Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV). Bisher war die Vergabe nur über eine Bank oder eine Bausparkasse möglich.
"Wir können unseren Kunden nun erstmals Hypothekendarlehen und KfW-Darlehen aus einer Hand anbieten“, sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung. "Der Umweg über eine Bank bleibt ihnen damit künftig erspart." Einige Versicherer böten die KfW-Darlehen bereits an, weitere Unternehmen würden im Laufe des Jahres folgen. Vor allem die deutschen Lebensversicherer seien im Bereich der Baufinanzierung aktiv. Nach Auskunft des Verbandes hatten die Versicherer Ende 2011 an private und gewerbliche Kunden Hypothekendarlehen im Umfang von rund 50 Milliarden Euro vergeben. Das entspreche einem Anteil von 6,7 Prozent ihrer Kapitalanlagen. Die Immobilienfinanzierung gehöre seit langem zu den Anlagefeldern der deutschen Versicherer, da Hypotheken langfristige Investitionen mit gut kalkulierbaren, stabilen Erträgen seien.
Bei den KfW-Darlehen handelt es sich um zinsvergünstigte Kredite, die von der KfW im Rahmen bestimmter Förderprogramme, zum Beispiel zum energieeffizienten Bauen oder Sanieren von Wohnimmobilien, zur Verfügung gestellt werden. dhz
Weitere Informationen zu den KfW-Förderprogrammen unter kfw.de.