"Wir trauern ebenso mit unseren afghanischen Partnern, die auch schwere Verluste hinnehmen mussten" Verletzter General Kneip bestürzt über Tod von Soldaten

Der bei einem Selbstmordattentat in Nordafghanistan verletzte General Markus Kneip hat sich bestürzt über den Tod zweier seiner Mitarbeiter geäußert. Die bei dem Anschlag getöteten Bundeswehrsoldaten hätten zu seinem engsten Mitarbeiterkreis gehört, sagte der General dem Online-Portal "Bild.de". Er habe jeden Tag mit "diesen wunderbaren Menschen" zusammengearbeitet, sagte Kneip.

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Verletzter General Kneip bestürzt über Tod von Soldaten

Berlin (dapd). Der bei einem Selbstmordattentat in Nordafghanistan verletzte General Markus Kneip hat sich bestürzt über den Tod zweier seiner Mitarbeiter geäußert. Die bei dem Anschlag getöteten Bundeswehrsoldaten hätten zu seinem engsten Mitarbeiterkreis gehört, sagte der General dem Online-Portal "Bild.de". Er habe jeden Tag mit "diesen wunderbaren Menschen" zusammengearbeitet, sagte Kneip." Ich denke an sie und ihre Familien. Ich bete für sie und für die Genesung der Verletzten. Gott beschütze sie."

Bei dem Anschlag am Sitz des Gouverneurs der nordafghanischen Provinz Tachar waren am Samstag auch mehrere Einheimische ums Leben gekommen. "Wir trauern ebenso mit unseren afghanischen Partnern, die auch schwere Verluste hinnehmen mussten", sagte Kneip. Neben ihm wurden vier weitere Bundeswehrsoldaten verletzt. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban.

Nach Darstellung Kneips ereignete sich der Anschlag nach einem Sicherheitstreffen mit afghanischen Partnern in der Stadt Talokan: "Nach der Konferenz waren wir auf dem Weg aus dem Gebäude des Provinzgouverneurs, als es in unserer unmittelbaren Umgebung eine ungeheure Explosion gab." Bei dem Treffen sei über die Sicherheitslage in der Provinz Tachar gesprochen worden.

Kneip verteidigte nach dem Anschlag den Bundeswehreinsatz. Die Soldaten und er selbst als ihr Kommandeur hätten den ganz klaren Auftrag, "gemeinsam mit unseren afghanischen Partnern Frieden und Sicherheit in dieses Land zu bringen". Das erwarteten die Menschen nach 30 Jahren Krieg. "Wir werden diese Erwartung erfüllen", sagte der General weiter. "Dafür stehe ich persönlich ein." Er werde gemeinsam mit seinen Soldaten diesen Auftrag weiter ausführen. Das habe er auch persönlich mit dem ISAF-Kommandeur General David Petraeus und dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, besprochen.

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