Erwartungen für das Handwerk
Verhaltene Stimmung
Das deutsche Handwerk beurteilt der neuesten Umfrage zufolge die wirtschaftliche Entwicklung für die ersten Monate des neuen Jahres mit einiger Zurückhaltung.
Zum einen wird sich die Baukonjunktur weiter abflachen. Außerdem dürfte die Investitionsgüternachfrage zumindest vorübergehend etwas an Schwung verlieren. Zum anderen ist vorerst noch keine spürbare Konsumbelebung zu erkennen. So haben die GfK-Marktforscher ein diffuses Stimmungsbild der deutschen Verbraucher zu Jahresbeginn ermittelt.
Die Baukonjunktur wird weiterhin durch schwache Wohnungsneubautätigkeit belastet. Angesichts der 2007 drastisch gesunkenen Baugenehmigungen muss das Bauhauptgewerbe im Wohnungsbau mit deutlichen Umsatzeinbußen rechnen. Für den gewerblichen und den öffentlichen Bau sind die Aussichten dagegen günstiger. Alles in allem werden die Bauinvestitionen 2008 wieder leicht zunehmen.
Der Maschinenbau ist nach dem Rekordjahr 2007 auch für die nähere Zukunft positiv gestimmt. Allerdings wird sich das Wachstumstempo deutlich verlangsamen. Auf dem Binnenmarkt dürfte vor allem die nachlassende Investitionsdynamik den Branchenaufschwung abbremsen. Auf außenwirtschaftlicher Seite gehen von der schwächeren Weltkonjunktur und dem anhaltend hohen Eurokurs Dämpfungseffekte aus.
Das Kraftfahrzeuggewerbe erwartet für dieses Jahr eine moderate Erholung des Automarktes, nachdem die Pkw-Neuzulassungen massiv eingebrochen sind. Begünstigt wird diese Gegenreaktion durch eine steigende Einkommens- und Beschäftigungsentwicklung. Andererseits drücken die teueren Treibstoffe und die Diskussion um eine nach Schadstoffausstoß gestaffelte Kraftfahrzeugsteuer die Nachfrage.
Das Nahrungsmittelhandwerk könnte im Laufe des Jahres 2008 von der prognostizierten Belebung der Verbrauchskonjunktur profitieren. Kurzfristig dominieren saisonale Einflüsse die Verkaufstätigkeit der Branche, zumal das Ostergeschäft heuer in das 1. Quartal fällt.