Die Ursachen sind aufgeklärt und das Risikomanagement greift" Verbraucherschützer halten Ostereier für sicher

Knapp vier Monate nach dem Dioxin-Skandal halten Verbraucherschützer das Osterei für sicher. Jutta Jaksche, Referentin für Ernährungspolitik beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, sagte am Samstag im Deutschlandradio Kultur, Eier könnten wieder unbesorgt gegessen werden.

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Verbraucherschützer halten Ostereier für sicher

Berlin (dapd). Knapp vier Monate nach dem Dioxin-Skandal halten Verbraucherschützer das Osterei für sicher. Jutta Jaksche, Referentin für Ernährungspolitik beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, sagte am Samstag im Deutschlandradio Kultur, Eier könnten wieder unbesorgt gegessen werden. "Das Bundesamt für Risikobewertung hat deutlich gemacht, dass die Lebensmittelüberwachung die Prozesse im Griff hat - die Ursachen sind aufgeklärt und das Risikomanagement greift."

Gleichwohl sieht Jaksche noch Handlungsbedarf bei der Umsetzung des 14-Punkte-Plans, den Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nach dem Dioxin-Skandal entwickelt hatte. So klagten die Lebensmittelüberwachungsbehörden nach wie vor über zu wenig Personal, die Länder über zu wenig Geld für solche Maßnahmen und der Bund über fehlende Kompetenzen. "Und die Wirtschaft sagt: Wir schaffen uns Wettbewerbsnachteile, wenn wir jetzt uns schlechter stellen als die Konkurrenten im Ausland", erklärte die Verbraucherschützerin.

Zum Jahreswechsel waren mit Dioxin belastete Fette in Futtermittel geraten. Daraufhin wurde das Gift auch in unerlaubt hohen Mengen in Eiern und Schweinefleisch nachgewiesen. Dioxin entsteht bei Verbrennungsprozessen und hat in Tierversuchen Krebs ausgelöst.

dapd