Energieexperte: Anstieg des Strompreises um 1 bis 2 Cent je Kilowattstunde zu erwarten Verbraucherschützer erwarten nur moderat steigende Energiepreise

Die Kosten der Energiewende werden sich nach Einschätzung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen in Grenzen halten. Für den Netzausbau und die Umlage für erneuerbare Energien sei bis 2020 ein Anstieg des Strompreises um 1 bis 2 Cent je Kilowattstunde zu erwarten, sagte Energieexperte Holger Krawinkel der Nachrichtenagentur dapd in Berlin.

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Verbraucherschützer erwarten nur moderat steigende Energiepreise

Berlin (dapd). Die Kosten der Energiewende werden sich nach Einschätzung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen in Grenzen halten. Für den Netzausbau und die Umlage für erneuerbare Energien sei bis 2020 ein Anstieg des Strompreises um 1 bis 2 Cent je Kilowattstunde zu erwarten, sagte Energieexperte Holger Krawinkel der Nachrichtenagentur dapd in Berlin.

"Das liegt unterhalb der Inflationsrate", fügte er an. Im Vergleich zum Strompreisanstieg um 80 Prozent in den vergangenen zehn Jahren sei die nun erwartete Verteuerung "absolut lächerlich". Der genaue Wert hänge im Übrigen davon ab, welche Arten von erneuerbarer Energie besonders ausgebaut werden. Windkraft an Land wäre dabei deutlich billiger als Off-Shore-Windparks, sagte der Fachmann.

Mieter seien von den Kosten der Energiewende nur indirekt betroffen, sagte Krawinkel: Wegen des Atomausstiegs müssten wohl übergangsweise stärker Gas- und Kohlekraftwerke genutzt werden, was zusätzliche Klimagase bedeute. Um dies auszugleichen, müsse die Regierung an anderer Stelle rascher Treibhausgase reduzieren. Dazu solle die schnellere Sanierung von Wohnungen zum Energiesparen dienen. Die Sanierungskosten könnten auf Mieten umgelegt werden, sagte Krawinkel.

dapd