Statistisches Bundesamt Verbraucherpreise steigen im Juli um 3,3 Prozent

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli wie erwartet deutlich gestiegen. Die Inflationsrate betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat 3,3 Prozent und lag damit auf dem höchsten Stand seit fast 15 Jahren.

Verbraucherpreise steigen im Juli um 3,3 Prozent

Das Statistische Bundesamt bestätigte damit vorläufige Schätzungen. Im Vergleich zum Juni 2008 erhöhte sich der Index um 0,6 Prozent. Grund für diesen Anstieg waren vor allem die zum Ferienbeginn teurer gewordenen Reisen.

Im Euroraum lag die Inflationsrate wie bereits im Juni bei vier Prozent und damit leicht unter den Vorabschätzungen von 4,1 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Trotzdem lag die Teuerungsrate weiterhin auf Rekordniveau für die Zeit seit der Euroeinführung.

In Deutschland wie auch in den übrigen Euro-Ländern waren die Preistreiber den Angaben zufolge vor allem Energie und Nahrungsmittel. In Deutschland verteuerten sie sich binnen Jahresfrist um 15,1 beziehungsweise 8 Prozent. Besonders stark stiegen dabei die Preise für leichtes Heizöl, das um fast 60 Prozent teurer wurde. Aber auch die Preise für Strom und Gas sowie für Molkerei- und Getreideprodukte stiegen deutlich.

Weniger mussten die Verbraucher hingegen für Schuhe und Bekleidung ausgeben, wie es weiter hieß. Hier sanken die Preise um 0,9 Prozent. Auch Haushaltsgeräte wurden um 0,5 Prozent billiger.

Für das laufende Jahr rechnen von der Europäischen Zentralbank befragte Experten in der Eurozone mit einer Inflationsrate von 3,6 Prozent im Jahresmittel. Bei einer früheren Befragung waren die Experten noch von einer Steigerungsrate von drei Prozent ausgegangen. Im kommenden Jahr rechnen die Experten nun mit einer Inflationsrate von 2,6 Prozent, nachdem sie bislang 2,2 Prozent erwartet hatten. Prognosen für 2010 gehen von Preissteigerungen von 2,1 Prozent aus.

ddp