Heizungsinspektion Verbranntes Geld: Heizkessel regelmäßig warten

Was beim eigenen Auto zutrifft, sollte auch bei Heizkesseln gelten: Die regelmäßige Wartung. Gerne wird sie vergessen, dabei kann eine entsprechende Reinigung dabei helfen, Energie zu sparen. SHK-Handwerker sollten sich dieses Argument zu Nutze machen.

Die Heizungsanlage sollte regelmäßig von einem Fachmann gewartet werden. - © ZVSHK

Der jährliche Kontrollbesuch in der Kfz-Werkstatt ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Eine jährliche Reinigung des Heizkessels im eigenen Haus hingegen oftmals nicht. Dabei ist diese mindestens genauso wichtig, vielleicht sogar wichtiger: "Die regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer der Anlage und hilft, Umweltbelastung und Betriebskosten zu senken", erklärt Birgit Holfert, Energieberaterin der Verbraucherzentrale."Außerdem gehört sie laut Energieeinsparverordnung (EnEV) zu den Pflichten des Betreibers. " Darauf sollten Handwerker ihre Kunden hinweisen.

Heizkessel reinigen

Bei einer professionellen Wartung werden zum Beispiel die Verschleißteile und Sicherheitsfunktionen kontrolliert. Auch regeltechnische Funktionen und die Systemkomponenten werden überprüft. Damit die Heizung nicht unnötig viel Energie verbraucht, ist vor allem die Reinigung des Kessels wichtig. Hier bilden sich im Laufe der Zeit Ablagerungen von Verbrennungsrückständen, die die Wärmeabgabe einschränken. "Schon eine Schicht von einem Millimeter kann den Heizölverbrauch um bis zu fünf Prozent steigen lassen", so Holfert.

Überprüfung durch sachkundige Handwerker

Verbraucher können beispielsweise, einen Wartungsvertrag mit einem SHK-Fachbetrieb abschließen. Im Rahmen einer Wartung kann vom Fachmann außerdem gleich die ganze Anlage auf Herz und Nieren überprüft werden. Schon mit wenigen Griffen des Handwerkers lässt sich so oft die Effizienz einer solchen Anlage steigern.

Sollte die Heizungsanlage zu lange nicht gewartet worden sein, muss sie vielfach komplett ausgetauscht werden. Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft ist jede dritte Heizung in Deutschland älter als 20 Jahre. Der Vorteil einer neuen Anlage: Bessere Energieeffizienz gegenüber alten Heizungen.

Sanierung und Austausch

Bei einer kompletten Modernisierung wird nicht nur der Heizkessel ausgetauscht, sondern auch weitere Bestandteile der Anlage: "Daneben müssen auch neue Rohre und Leitungen verlegt werden, es muss neu gedämmt und neue Anstriche gemacht werden", so Matthias Wagnitz, Referent für Energie- und Wärmetechnik beim Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK).

Im Vorfeld einer Sanierung oder eines Austauschs ist eine gründliche Planung der Arbeiten durch die Betriebe sehr wichtig. Besonders aber im Bereich der Beratung liege die Stärke des Handwerks gegenüber der Industrie , denn mit ihrem persönlichen Einsatz und Prüfungen vor Ort können sie die Anlage in jedem Haus individuell anpassen: "Wenn ein einzelner Heizungsbauer sich Zeit nimmt, alles gründlich anzuschauen um einen genau auf das Gebäude abgestimmten Sanierungsplan zu entwickeln dann ist das eine Leistung, mit der die industrielle Massenproduktion nicht mithalten kann."

Unter diesen Gesichtspunkten können Betriebe eine Modernisierung durch sie auch attraktiv verkaufen, so Wagnitz. Er empfiehlt ihnen, vor Ort einen sogenannten "Heizungscheck" zu machen, in dem geschaut wird, was an einer Anlage verbessert werden kann. dhz

Weitere Informationen und Beratung gibts bei den SHK-Fachbetrieben.