Branche zieht positive Bilanz für erstes Quartal Verband der Bauindustrie erwartet leichtes Umsatzplus für 2011

Nach einem Umsatzplus im ersten Quartal erwartet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie für 2011 einen Anstieg der Erlöse um 4,5 Prozent auf 85,6 Milliarden Euro. Getragen werde der Aufschwung vom Wohnungs- und Wirtschaftsbau, im öffentlichen Bau hingegen würden die Umsätze voraussichtlich zurückgehen, teilte der Verband am Donnerstag mit.

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Verband der Bauindustrie erwartet leichtes Umsatzplus für 2011

Berlin (dapd). Nach einem Umsatzplus im ersten Quartal erwartet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie für 2011 einen Anstieg der Erlöse um 4,5 Prozent auf 85,6 Milliarden Euro. Getragen werde der Aufschwung vom Wohnungs- und Wirtschaftsbau, im öffentlichen Bau hingegen würden die Umsätze voraussichtlich zurückgehen, teilte der Verband am Donnerstag mit.

Nominal stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe von Januar bis März um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit seien die starken Rückgänge in den vergangenen zwei Jahren nahezu ausgeglichen, der Umsatz liege nur noch knapp unter dem Niveau des ersten Quartals 2008, teilte der Verband mit.

Das Umsatzplus in den ersten drei Monaten dieses Jahres sei jedoch nicht nur auf die milden Temperaturen zurückzuführen. Die Bauunternehmen hätten auch vom gesamtwirtschaftlichen Aufschwung profitiert. So seien die Auftragseingänge im ersten Quartal um nominal 6,1 Prozent gestiegen, hieß es weiter.

"Ich bin froh, dass die deutsche Bauwirtschaft in diesem Jahr den Anschluss an den gesamtwirtschaftlichen Aufschwung finden wird", sagte der neu gewählte Verbandspräsident Thomas Bauer auf der Jahrespressekonferenz in Berlin.

Der Optimismus in der Branche ist laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) so groß wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Demnach erwarten 26 Prozent der befragten Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten eine Verbesserung der Geschäftslage, 64 Prozent gehen zumindest von einer stabilen Geschäftslage aus.

Die gute Stimmung könnte sich auch auf den Arbeitsmarkt auswirken. So planten 16 Prozent der Unternehmen Neueinstellungen, teilte der DIHK mit. Der Hauptverband der Bauindustrie erwartet für 2011 einen Zuwachs um zwei Prozent auf rund 730.000 Beschäftigte.

Den Umbau der Energieversorgung wertete der scheidende Verbandspräsident Herbert Bodner als Chance für die Bauwirtschaft. Mit dem Bau von Windkraftanlagen, leistungsfähigeren Hochspannungsleitungen und Pumpspeicherkraftwerken eröffneten sich der Branche lukrative Geschäftsfelder.

Besorgt hingegen äußerte sich der neue Präsident Bauer über eine drohende Investitionsblockade und wachsende Widerstände in der Bevölkerung gegen große Infrastrukturvorhaben in Deutschland. Es gebe erheblichen Nachholbedarf beim Neubau und der Sanierung von Gebäuden und Verkehrswegen. "Einen Investitionsstopp können wir uns nicht leisten", sagte Bauer.

dapd