60 Verbände und Institutionen fordern in einem "Pakt für Klimaschutz" die Bundesregierung zu einem klaren politischen Bekenntnis zur weiteren Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens auf.
Verbände schließen "Pakt für Klimaschutz"
In dem Pakt heißt es weiter, die Bundesregierung habe in ihrem Energiekonzept vom 28. September vergangenen Jahres nicht festgelegt, wie sie die Ziele zur energetischen Gebäudesanierung und zum energieeffizienten Bauen erreichen wolle. Ganz im Gegensatz zu diesen Zielen sehe der am 16. März beschlossene Bundeshaushalt 2012 keine Mittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm vor. Das Progamm, das mit Mitteln aus dem Energie- und Klimafonds finanziert werden sollte, sei nach dem Beben in Japan und dem Atom-Moratorium mehr denn je in Frage gestellt. Wörtlich heißt es: "Der Wegfall der Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren ab 2012 konterkariert die bisherige Klimaschutzpolitik in höchstem Maße und macht sie unglaubwürdig."
Für eine Verdoppelung der Sanierungsquote auf zwei Prozent, wie es die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept vorgesehen hat, zu erfüllen, wäre mittelfristig ein Fördervolumen von fünf Milliarden Euro jährlich nötig. Die Förderung löse wiederum das Achtfache an Investitionen aus und damit eine Entlastung des Staatshaushalts durch die Einnahmen aus Mehrwertsteuer, Lohnsteuer, Sozialbeiträgen. In der Pressemeldung des ZDB heißt es weiter, die KfW-Mittel für energieeffizientes Bauen und Sanieren hätten im Jahr 2009 rund 300.000 und im Jahr 2010 fast 350.000 Arbeitsplätze gesichert und Investitionen von jeweils 20 Milliarden Euro angestoßen. fm