Bei einem Test während des Herunterfahrens von Blocks B des Kernkraftwerks Gundremmingen zur Revision hat ein Ventil nicht richtig geschlossen. Der Betreiber meldete den Vorfall vom Sonntag am Donnerstag dem Umweltministerium. Der Aufsichtsbehörde zufolge handelte es sich um ein Ereignis der Meldekategorie "N" (Normal).
Ventil in Kernkraftwerk Gundremmingen schloss nicht richtig
Gundremmingen (dapd-bay). Bei einem Test während des Herunterfahrens von Blocks B des Kernkraftwerks Gundremmingen zur Revision hat ein Ventil nicht richtig geschlossen. Der Betreiber meldete den Vorfall vom Sonntag am Donnerstag dem Umweltministerium. Der Aufsichtsbehörde zufolge handelte es sich um ein Ereignis der Meldekategorie "N" (Normal). Es habe "keine unzulässigen Auswirkungen auf den sicheren Anlagenbetrieb und die Umgebung" gehabt.
Nach Angaben des Kraftwerksbetreibers war ein Entwässerungsventil betroffen, das während der aktuellen Revision getestet wurde. Es befindet sich an einer kleineren Entwässerungsleitung, die von größeren Ventilen im Dampfkreislauf weg in einen Auffangbehälter führt. Es habe beim Test nur zu 70 Prozent zugefahren werden können. Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums ließ es sich nach mehreren Versuchen aber schließen. Vonseiten des Kraftwerks hieß es, das Ventil habe sich im Inneren eines geschlossenen Systems befunden. Seine Funktion hätte durch ein anderes übernommen werden können. Das Kernkraftwerk Gundremmingen gehört zu 25 Prozent E.ON und zu 75 Prozent dem RWE-Konzern.
Kritik kam von der Landtags-SPD. Deren energie- und umweltpolitischer Sprecher Ludwig Wörner sagte, der Vorfall zeige einmal mehr: "Technik kann nie perfekt sein."
dapd
