Pinkwart stützt Brüderle Unverzichtbares Gewissen

Im FDP-Führungsstreit hat der scheidende Vizeparteichef Andreas Pinkwart dem umstrittenen Bundeswirtschaftsminister den Rücken gestärkt. "Rainer Brüderle ist das ordnungspolitische Gewissen der Bundesregierung und damit unverzichtbar", sagte Pinkwart der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwochausgabe).

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Unverzichtbares Gewissen

Berlin (dapd). Im FDP-Führungsstreit hat der scheidende Vizeparteichef Andreas Pinkwart dem umstrittenen Bundeswirtschaftsminister den Rücken gestärkt. "Rainer Brüderle ist das ordnungspolitische Gewissen der Bundesregierung und damit unverzichtbar", sagte Pinkwart der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwochausgabe).

Der frühere nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Pinkwart war kürzlich als Rektor an die Spitze der Handelshochschule Leipzig (HHL) gewechselt. Sein Amt als stellvertretender Bundesvorsitzender wird beim FDP-Parteitag in Rostock Mitte Mai neu besetzt.

Pinkwart erinnerte an Brüderles Absage an deutsche Opel-Staatshilfen und sein Eintreten für einen Rückzug des Staates aus den in der Finanzkrise geretteten Konzernen. "Er genießt im Mittelstand wie in der Industrie für seinen klaren Kurs hohes Ansehen", meinte der ehemalige Landespolitiker.

Brüderle ist auch in der FDP umstritten, weil ihm die Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz angekreidet wird. Dort ist er bisher Landesvorsitzender, gibt den Posten aber ab. Die erneute Kandidatur als stellvertretender Bundesvorsitzender hält er sich offen.

An seinem Posten als Minister will er in jedem Fall festhalten - selbst wenn er doch nicht Bundesvize werden sollte. Er könne "das Land in guter Entwicklung nicht im Stich lassen", hatte Brüderle am Montagabend im Südwestrundfunk gesagt. Das hohe Parteiamt müsse er "nicht zwingend haben". Ob er für den Vizevorsitz kandidiere, wolle er mit seinen Freunden diskutieren und rechtzeitig vor dem Parteitag sagen, was er vorhabe. Der Parteitag findet vom 13. bis 15. Mai statt.

dapd