CSU-Umweltarbeitskreis fordert Ausstiegsdatum 2020 im Atomgesetz Unterstützung für Seehofer

CSU-Chef Horst Seehofer bekommt in der Debatte über den Atomausstieg Unterstützung vom Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung seiner Partei. Dessen Vorsitzender Josef Göppel forderte am Dienstag, das Jahr 2020 als Ausstiegsdatum im neuen Atomgesetz festzuschreiben. Dieses Ziel sei "realistisch erreichbar".

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Unterstützung für Seehofer

Berlin/München (dapd). CSU-Chef Horst Seehofer bekommt in der Debatte über den Atomausstieg Unterstützung vom Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung seiner Partei. Dessen Vorsitzender Josef Göppel forderte am Dienstag, das Jahr 2020 als Ausstiegsdatum im neuen Atomgesetz festzuschreiben. Dieses Ziel sei "realistisch erreichbar". Göppel warnte, jede andere Lösung gefährde die künftige Mehrheitsfähigkeit der CSU.

Auch Seehofer strebt einen Atomausstieg bis zum Jahr 2020, spätestens aber bis 2022 an. Diese Position war aber in Teilen der CSU-Landtagsfraktion und der Berliner CSU-Landesgruppe auf Skepsis gestoßen. Auch der Koalitionspartner FDP hält das Ziel für unrealistisch.

Göppel forderte in einem Aufruf zu der am Freitag beginnenden CSU-Vorstandsklausur im Kloster Andechs ferner, die alten Monopolstrukturen der Stromversorgung dürften nicht "unter dem Mantel der erneuerbaren Energien" fortgeführt werden. Der Erfolg von Energiegenossenschaften beweise, "dass viele Menschen in die erneuerbare Stromerzeugung in ihrer Region investieren wollen".

Der CSU-Bundestagsabgeordnete fügte hinzu: "Sie werden damit von reinen Konsumenten zu eigenverantwortlichen Erzeugern und Verbrauchern von Energie. Das schafft mehr Selbstverantwortung, Wertschöpfung und breite Eigentumsstreuung - alles Grundwerte der CSU." Es komme darauf an, "möglichst viel Energie in Bayern selbst zu erzeugen, weil damit eine höhere Wertschöpfung verbunden ist, Durchleitungsgebühren gespart werden können und die wirtschaftliche Stärke wächst."

dapd