Inzwischen kann Ulrich Kumpf wieder etwas optimistischer in die Zukunft schauen. Der Geschäftsführer der Brauerei Kaiser in Geislingen sieht den 1881 gegründeten Betrieb auf einem guten Weg. Das ist nicht selbstverständlich, denn am 1. Dezember 2014 wurde das Insolvenzverfahren gegen die Brauerei eröffnet. Dass es auch laut Insolvenzverwalter Tobias Sorg wieder gut aussieht, – Kaiser schreibt keine Verluste mehr – ist vor allem einem konsequenten Umdenken in der Unternehmensstrategie und einem offenen Umgang mit Fehlern zu verdanken.
Der Umsatz wuchs, doch der Ertrag leider nicht
Kumpf selbst berichtet ganz freimütig von den Ursachen der Krise. Das Problem sei am Ende das Schauen auf die Menge gewesen. "Wir haben uns zu sehr auf den Umsatz konzentriert", sagt der Braumeister. So fing Kaiser zum Beispiel damit an, Handelsmarken abzufüllen für große Handelsketten. Der Ertrag jedoch blieb auf der Strecke. Und am Ende nicht nur der. Auch die Qualität litt. Durch einen technischen Fehler hatten sich Keime gebildet, die zu einer Trübung des Biers führten. Die Brauerei musste kurzzeitig stillgelegt werden, um die Ursache zu finden.
Die Besinnung auf die eigenen Stärken und eine konsequente Offenheit gegenüber Kunden und Gläubigern führte Kaiser letztlich zurück auf den Erfolgsweg. Der Umgang mit der Öffentlichkeit löste sogar eine Solidaritätswelle aus. Weil die Brauerei regional so gut verwurzelt ist, bekam sie viel Unterstützung von Banken, Gläubigern und Kunden.
Qualität und Regionalität muss man kommunizieren
Tobias Sorg setzte die Brauerei betriebswirtschaftlich wieder in die Spur. Ein Baustein ist das Marketing, das konsequent auf Qualität und Regionalität setzt. Die Brauerei habe zum Beispiel nie nach außen getragen, dass ihre Rohstoffe von einer Erzeugergemeinschaft angebaut werden. "So etwas muss man kommunizieren", sagt Sorg. Ebenso der Punkt, dass das Wasser für das Bier aus einem eigenen Brunnen kommt. Tue Gutes und sprich darüber, ist die neue Devise.
Sorg verringerte außerdem den Ausstoß. Trotzdem verdient Kaiser-Bier wieder mehr Geld – auch ohne großen Handel.
Angeblich trinken Männer mehr Bier und Frauen mehr Wein. Sicher ist Bier in erster Linie ein Männergetränk. Allerdings hat das Bundesforschungsministerium herausgefunden, das 48 Prozent der Frauen lieber Bier als Wein trinken.
"Bier auf Wein das lass sein": Doch ist das wirklich so? Im Mittelalter symbolisierte der Spruch die sozialen Unterschiede zwischen den einfachen Ständen und dem Adel. Ein Adeliger würde niemals Bier trinken. Das war es aber auch schon. Der Wahrheitsgehalt der Weisung tendiert dabei gen null. Denn: Es kommt immer auf die Menge an, nicht auf die Reihenfolge.
Angeblich ist ein Bier erst nach sieben Minuten optimal trinkbar. Stimmt das? Nein, heute nicht mehr. Dank moderner Zapfanlagen ist es möglich ein Bier in zwei, maximal drei Minuten trinkfertig zu haben.
Ist dunkles Bier wirklich stärker als Helles? Das kann man so nicht sagen. Zwischen der Farbe und dem Alkoholgehalt besteht nicht zwingend ein Zusammenhang. Die dunklere Farbe kommt dann zustande, wenn Dunkel- oder Röstmalze im Brauprozess verwendet werden. Der Alkoholgehalt ändert sich dadurch nicht.
Bier: kennst du eines, kennst du alle. Weit gefehlt! Der deutsche Biermarkt wird zunehmend vielfältiger und dynamischer. Derzeit gibt es in Deutschland mehr als 5.500 Biermarken – jede Woche kommt ein neues Bier auf den Markt.
Der Stammtisch stirbt aus. Das stimmt. Junge Leute, die jeden Tag in die gleiche Kneipe gehen? Das gibt es kaum noch. Bei aller Liebe zum Bier. Die Freizeitgestaltung sieht heutzutage anders aus.
Das stärkste Bier Deutschlands wird in Mittelfranken gebraut. Georg "Schorsch" Tscheuschner hat ein Bockbier mit 57 Prozent Alkohol nach dem deutschen Reinheitsgebot hergestellt. Damit stellte der Braumeister 2012 sogar einen Weltrekord auf.
Briefmarken zu sammeln war nie etwas für den Amerikaner Ron Werner. Im Alter von 14 Jahren begann er 1982, Bierflaschen aufzuheben. Rund 1.000 neue Flaschen kommen jedes Jahr hinzu. Bis heute hat Werner etwa 26.000 unterschiedliche Flaschen in seinem Besitz und dafür einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde erhalten. Nebenbei sammelt er übrigens auch Bierdosen und Zapfhähne.
Franz Stellmaszyk ist Modellbauer aus Leidenschaft und hat mit seinen Miniaturen schon zahlreiche Weltrekorde aufgestellt. Seine Mini-Bierflasche misst lediglich 15,96 Millimeter und ist damit sogar kleiner als ein Cent-Stück. Die filigrane Flasche ist sogar mit einem Bügelverschluss ausgestattet und hat es – wie zwölf andere seiner Miniaturen – ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.
Männer mit dickem Bauch trinken dem Klischee nach zu viel Bier. Der direkte Zusammenhang zwischen Biergenuss und Bauch ist allerdings nur ein Mythos. Der Kaloriengehalt im Bier ist niedriger als z.B. in Milch oder Apfelsaft. Wie bei den anderen Getränken führt Bier deshalb nur bei einem übermäßigen Konsum zur Gewichtszunahme.
Allerdings regen Alkohol und Bitterstoffe im Bier den Appetit an. In Kombination mit fettigem Essen kann das Bier zumindest den Anstoß zum "Bierbauch" geben.
Der stärkste Bierkrugträger der Welt kommt erwartungsgemäß aus Bayern. Oliver Stümpfel hat seinen eigenen Rekord überboten. 27 volle Bierkrüge – ein Gewicht von insgesamt 62 Kilogramm – stemmte er über eine Strecke von 40 Metern.
Männer haben nicht nur bei den Biertrinkern, sondern auch unter den Brauern ein klares Übergewicht (rund 94 Prozent). Doch das war nicht immer so. Bei den Germanen fiel das Brauen wie Kochen und Backen in den Bereich der Frau. Und selbst Martin Luther soll von seiner Frau, Ordensschwester Katharina von Bora, das Brauen gelernt haben.
Mit fast 83 Millionen Hektolitern wurde in Deutschland 2019 mehr Bier ausgeschenkt als irgendwo sonst in Europa. Spitze war auch die hierzulande produzierte Menge: 91,6 Millionen Hektoliter, von denen knapp 16 Millionen exportiert wurden. Immerhin stammen von den 40 größten Brauereien der Welt acht aus Deutschland. Geht es allerdings um den Konsum pro Kopf, so wendet sich das Blatt: Mit 142 Litern lagen die Tschechen 2019 vor den Österreichern mit 107 Litern. 100 Liter trank im Durchschnitt jeder Deutsche: Rang drei. Weit hinten hingegen rangieren Italiener, Franzosen oder Griechen.
Männer mit dickem Bauch trinken dem Klischee nach zu viel Bier. Der direkte Zusammenhang zwischen Biergenuss und Bauch ist allerdings nur ein Mythos. Der Kaloriengehalt im Bier ist niedriger als z.B. in Milch oder Apfelsaft. Wie bei den anderen Getränken führt Bier deshalb nur bei einem übermäßigen Konsum zur Gewichtszunahme.
Allerdings regen Alkohol und Bitterstoffe im Bier den Appetit an. In Kombination mit fettigem Essen kann das Bier zumindest den Anstoß zum "Bierbauch" geben.
"Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen … ein … riesiger Sprung für die Menschheit." Die Worte von Neil Armstrong bei seiner Landung auf dem Mond sind legendär. Was viele nicht wissen: Armstrong war auch der erste Biertrinker auf dem Mond. Die leere Flasche ist heute in einem Museum ausgestellt.
In Tschechien ist Bier das unumstrittene Nationalgetränk. Jeder Tscheche verzehrt laut dem Verband "Brewers of Europe" im Schnitt über 140 Liter Bier im Jahr. Deutschland schafft es mit einem Pro-Kopf-Konsum von 107 Litern auf Platz zwei, dicht gefolgt von den österreichischen Nachbarn. In anderen Ländern hat Bier dagegen einen schweren Stand. Franzosen und Italiener trinken nur knapp 30 Liter im Jahr und geben häufig Rot- und Weißwein den Vorzug.
Bier war früher ein beliebtes Frühstück in deutschen Familien – auch für Kinder. Allerdings wurde das Bier nicht im Glas, sondern in Form einer warmen Suppe gereicht. Wichtige Zutaten vieler Rezepte waren neben dem Bier ein altbackenes Brot und Kümmel. Die aufgekochte Suppe wurde nach Belieben mit Butter, Salz oder Zucker veredelt.