Frauenanteil im Landesparlament bundesweit am niedrigsten Unter dem Durchschnitt

Der Frauenanteil im baden-württembergischen Landtag ist so niedrig wie in keinem Landesparlament. Mit 25 weiblichen von insgesamt 138 Abgeordneten liegt der Anteil bei 18,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Nach der Landtagswahl 2006 hatte der Anteil noch bei 23,7 Prozent gelegen.

Foto: dapd

Unter dem Durchschnitt

Stuttgart (dapd-bwb). Der Frauenanteil im baden-württembergischen Landtag ist so niedrig wie in keinem Landesparlament. Mit 25 weiblichen von insgesamt 138 Abgeordneten liegt der Anteil bei 18,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Nach der Landtagswahl 2006 hatte der Anteil noch bei 23,7 Prozent gelegen.

Im Vergleich der Bundesländer belegt Baden-Württemberg hinsichtlich der Präsenz von Frauen im Landtag nach Angaben der Statistiker den letzten Platz. Am höchsten sei der Anteil der gewählten Frauen an den Parlamentariern mit 41,6 Prozent in Rheinland-Pfalz, gefolgt von Berlin mit 39,6 Prozent und Hamburg mit 38,8 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern, das den vorletzten Platz belegt, liegt der Anteil bei 25,4 Prozent.

Auch im Bundestag (32,8 Prozent) und im Europäischen Parlament (37,4 Prozent) sind Frauen stärker repräsentiert als im Landtag von Baden-Württemberg.

Am Mittwoch (11. Mai) tritt der neu gewählte Landtag erstmals in Stuttgart zusammen. Dem neuen Parlament gehören insgesamt 138 Abgeordnete an, im Vergleich zur vorangegangenen Legislaturperiode ist der Landtag damit um einen Sitz kleiner.

Die größte Fraktion stellt die CDU mit 60 Abgeordneten (2006: 69). Die Grünen stellen 36 Parlamentarier (2006: 17), knapp gefolgt von der SPD, die auf 35 Mandate (2006: 38) kommt. Deutlich dahinter folgt die FDP, die mit sieben Abgeordneten (2006: 15) im neuen Landesparlament vertreten ist. Grüne und SPD verfügen damit über eine Mehrheit von 71 Sitzen und stellen künftig die Regierung.

Lediglich in der Fraktion der Grünen liegt der Frauenanteil mit 30,6 Prozent über dem Landesdurchschnitt. In den Reihen der FDP-Fraktion ist keine Frau vertreten.

dapd