Post vom Anwalt Unseriöse Abmahnungen erkennen: So sollten Sie reagieren

Abmahnung im Briefkasten: Immer wieder bekommen Unbeteiligte Abmahnungen vom Anwalt zugeschickt – vor allem wegen illegalen Downloads. Auch wenn sich Betroffene keiner Schuld bewusst sind: Sie sollten darauf reagieren.

Wer eine Abmahnung im Briefkasten hat, sollte sie genau prüfen. - © Foto: Joachim Lechner/Fotolia

Wer im Netz Songs und Filme illegal herunterlädt oder verbreitet, bekommt eventuell Post vom Anwalt. Allerdings ist nicht jede Abmahnung berechtigt und trifft die richtige Person, erklärt das Rechtsportal "iRights.info". So kommt es immer wieder vor, dass eine Abmahnung versehentlich an Unbeteiligte geht oder dass Abzocker damit auf die Jagd nach dem schnellen Geld gehen.

Empfänger sollten das Schriftstück daher zuerst genau lesen: In der Regel wird darin zum Beispiel genau aufgeführt, wann man angeblich welche Rechtsverletzung begangen hat. Ist das nicht der Fall, ist das ein mögliches Zeichen für einen unseriösen Absender. Gibt es genaue Angaben, überprüfen Empfänger am besten, ob sie diese überhaupt begangen haben können oder ob sie zu dem fraglichen Zeitpunkt zum Beispiel im Urlaub waren.

Abmahnung nicht unterschreiben

Auch auf eine definitiv unberechtigte Abmahnung müssen Empfänger aber reagieren und dem Abmahner schriftlich mitteilen, warum die Vorwürfe falsch sind. Die Unterlassungserklärung, die zu jeder Abmahnung gehört, sollten sie dann aber auf keinen Fall unterschreiben. Wer sich unsicher mit der passenden Antwort ist, sollte den Angaben nach Rat von einem Anwalt oder bei den Verbraucherzentralen einholen.

Solche Profis helfen auch Verbrauchern, die zu Recht abgemahnt wurden. Zahlen müssen sie für ihre Rechtsverletzung zwar fast immer. Professionelle Beratung kann aber zumindest dafür sorgen, dass die geforderte Summe niedriger ausfällt. Außerdem hilft sie beim Umformulieren der Unterlassungserklärung, die in der Regel viel zu weit gefasst ist. dpa/dhz