Sauberer, effizienter und stärker – laut Daimler sind das die Eigenschaften der neuen Generation. Neben einem neuen Antrieb setzt der Hersteller mit den neuen Unimogs verstärkt auf Effizienz. Auch für Handwerker können die neuen Modelle interessant sein.

Insgesamt sind acht Typen im Programm der neuen Unimog BlueTec6-Generation. Neben den U 216 und U 218 als die neuen Einstiegsmodelle und Nachfolger des U 20 gehören der U 318, U 423, U 427, U 430 und U 530 zur BlueTec6-Reihe. Die Bezeichnung BlueTec 6 steht dabei für die verbindliche europäische Abgasnorm Euro VI.

Hydraulischer Antrieb
Mit Hilfe zwei neuer Motoren können die Fahrzeuge beim Geräteeinsatz stufenlos ganz langsam oder auch bis zu 50 km/h schnell fahren. Möglich wird das durch den hydraulischen Antrieb (Hydrostat). Möchte der Fahrer die Geschwindigkeit erhöhen, kann er in den verbrauchgünstigeren, "normalen" mechanischen Antrieb mit Schaltgetriebe wechseln. Während die früheren Unimog-Generationen dabei anhalten mussten, können die neuen Unimogs während der Fahrt von dem hydrostatischen auf den Schaltgetriebe-Antrieb umschalten. Laut Daimler kann sich der Fahrer im Geräteeinsatz gleichzeitig auf die Fahrbahn und die zu bearbeitende Fläche konzentrieren.

Mit Motoren der Baureihen OM 934 und 936 stehen beim Unimog BlueTec 6 drei Vier- und zwei Sechszylinder mit einer Leistung von 115 kW (156 PS) bis 220 kW (299 PS) und mit Hubräumen von 5,1 bis 7,7 Liter bereit. Die Baureihen werden auch im Mercedes-Benz Atego eingebaut. Laut Daimler sind auch die Wartungsintervalle länger. Daneben sollen die Wartungs- und Unterhaltskosten der neuen Unimogs niedriger sein.
Manöver auf engem Raum
Der Unimog BlueTec 6 ist mit permanenten Allradantrieb und großer Bodenfreiheit durch Portalachsen ausgestattet. Darüber hinaus stehen insgesamt vier An- und Aufbauräume für Geräte zur Verfügung, die entweder hydraulisch, mechanisch oder elektrisch angetrieben werden. Mit kurzen Radständen ab 2.800 Millimetern und einem Wendekreis ab 12,60 Meter können die neuen Unimog-Modelle laut Daimler auf engem Raum manövrieren.
Gestärkt werden soll die Konzentration des Fahrers laut Daimler auch durch das Monitorsystem mit Frontkamera im Fahrerhaus. Dadurch kann auf die Fläche vor und unter den Stoßfänger geschaut werden. Änderungen gibt es auch bei den Scheibenwischern. Die kommen bei der neuen Unimog-Generation von oben. Für elektrisch betriebene Geräte stehen im Fahrerhaus vier Steckdosen bereit. Die Preisspanne der neuen Unimogs bewegt sich laut Herstellerangaben zwischen 83.000 und 140.000 Euro. cle