Die Tischler- und Schreinerbetriebe verzeichneten einen Umsatzanstieg von 5,2 Prozent im vergangenen Jahr. Ein Rekordwert, wie Konrad Steininger, Präsident des Bundesverbandes "Tischler Schreiner Deutschland" in einer Pressekonferenz am Donnerstag auf der Internationalen Handwerksmesse in München berichtete. Das Niveau werde sich jedoch in diesem Jahr nicht halten lassen.
Der Verband hat in den letzten Jahren entgegen früherer Prognosen einen Trend zu kleineren Betriebsgrößen festgestellt. Demnach liegt deutschlandweit die Betriebsgröße bei fünf Mitarbeitern. Habe man früher gesagt, diese Betriebe seien auf Dauer nicht lebensfähig, so müsse man heute feststellen, dass diese umgekehrt sogar bessere betriebswirtschaftliche Zahlen ausweisen könnten, sagte Haupschäftsführer Christian Wenzler.
Kooperation als Chance für das Innungswesen
Ein Grund dafür könnte in einer zunehmenden Spezialisierung der Unternehmen liegen. Kein Betrieb könne kostenbedingt auf Dauer fortlaufend ein großes Spektrum an Angeboten abdecken. Auf regionaler Ebene kooperieren die Unternehmen deshalb zunehmend, um Kunden ein Gesamtpaket für Bau und Inneneinrichtung anbieten zu können. Die große handwerkliche Kompetenz sichere das entsprechende qualitative Niveau. Diese Zusammenarbeit kann nach Aussage von Christian Wenzler auch eine Chance für das Innungswesen sein, da sich die Betriebe regional nicht statt als Konkurrenz als Kooperationspartner wahrnehmen, die in der Innung ihre Netzwerk ausbauen können.