Ausbildungsabschluss Über 90 Prozent Erfolgsquote bei Erstprüfungen

Der Nachwuchs in Handwerk und Industrie schneidet bei seinen Abschlussprüfungen gleich im ersten Anlauf sehr erfolgreich ab. Frauen waren noch etwas erfolgreicher als Männer, vor allem in Handwerksberufen.

Erfolg bei den Abschlussprüfungen. Foto: fotolia

Über 90 Prozent Erfolgsquote bei Erstprüfungen

Interessanterweise zeigten sich vor allem bei Friseuren und Tischlern oder Malern und Lackierern deutliche Unterschiede. Mit jeweils mindestens fünf Prozentpunkten Unterschied waren die weiblichen Prüflinge erfolgreicher. Rund 91 Prozent von 477.700 jungen Männern und Frauen bestanden ihre Abschlussprüfungen 2009 auf Anhieb. Das zeigte eine Auswertung der Berufsbildungsstatistik durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Auch der Zeitpunkt, zu dem die Auszubildenden zur Prüfung antraten, hatte Auswirkungen auf die Erfolgsquoten. Von den vorzeitig Zugelassenen schafften fast alle die Prüfung im ersten Anlauf. Diejenigen, die erst nach einer verlängerten Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung antraten, waren zu weniger als 40 Prozent erfolgreich.

Im Friseur-Handwerk nahmen 11.058 junge Frauen und Männern 2009 an den Abschlussprüfungen teil, sie erreichten eine durchschnittliche Erfolgsquote von 85,9 Prozent. Bei den Frauen schafften 86,7 Prozent die Prüfung beim ersten Versuch, bei den Männern 78,4 Prozent. 7.398 Maler und Lackierer waren im Durchschnitt zu 84,1 Prozent erfolgreich. Die Erfolgsquote der weiblichen Teilnehmer lag bei 89,9 Prozent, die der männlichen bei 83,5 Prozent.

Mögliche Gründe für geschlechtsspezifische Unterschiede wurden noch nicht untersucht. Ebenfalls nicht berücksichtigt wurde die Frage, mit welchen Noten die Absolventen ihre Prüfungen schafften– ob sie mit Bestnote abschlossen oder nur knapp bestanden. Ein Rückschluss auf die Ausbildungsleistung von Betrieben lässt sich also aus den Zahlen nicht ziehen.