Konzern greift bei Korruptionsfällen durch Trotz Pannenserien: Zehn Prozent Umsatzplus bei der Bahn

Trotz Winterchaos und technischer Probleme läuft das Geschäft bei der Deutschen Bahn rund. "Beim Umsatz wollen wir die Marke von 35 Milliarden Euro deutlich überschreiten. Wir haben in den ersten drei Monaten insgesamt ein Umsatzplus von über zehn Prozent gemacht", sagte Konzernchef Rüdiger Grube dem "Focus". Sowohl im Güterverkehr als auch in der Logistik laufe es sehr ordentlich.

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Trotz Pannenserien: Zehn Prozent Umsatzplus bei der Bahn

München/Berlin (dapd). Trotz Winterchaos und technischer Probleme läuft das Geschäft bei der Deutschen Bahn rund. "Beim Umsatz wollen wir die Marke von 35 Milliarden Euro deutlich überschreiten. Wir haben in den ersten drei Monaten insgesamt ein Umsatzplus von über zehn Prozent gemacht", sagte Konzernchef Rüdiger Grube dem "Focus". Sowohl im Güterverkehr als auch in der Logistik laufe es sehr ordentlich.

Mittelfristig peilt die DB AG laut Grube bis 2015 "einen Umsatz oberhalb von 45 Milliarden Euro an". Der Konzern wolle stärker zulegen als der Gesamtmarkt.

Auch deshalb sei es so wichtig, dass die Bahn jetzt weiter in ihre Verkehrswege investiere. "Jedes Jahr fehlen uns in Deutschland aber 600 bis 700 Millionen Euro fürs Schienennetz. Die gute Nachricht: Einen Teil davon wollen wir in den nächsten Jahren durch mehr Eigenmittel ausgleichen", kündigte Grube an. "In den nächsten fünf Jahren investiert die Deutsche Bahn 46 Milliarden Euro, davon 97 Prozent in Deutschland, das hat es noch nie gegeben."

Investitionen von rund zwölf Milliarden Euro sollen in neue Züge fließen wie zum Beispiel Doppelstockwagen, die Modernisierung der IC- und ICE-2-Flotte sowie bis zu 300 neue Züge der Generation ICx.

Gleichzeitig habe die DB eine Technikinitiative gestartet, die Probleme bei Achsen, Klimaanlagen und Bremsen lösen soll. "Es gibt in den nächsten drei bis vier Jahren noch Schwachpunkte: Es fehlen Züge, und wir kämpfen mit unverschuldeten Technikproblemen im Nah- und Fernverkehr. Leider braucht es Zeit", sagte Grube.

Bei der Korruptionsbekämpfung im Unternehmen greift die Bahn hart durch. In einem bis ins Jahr 2005 zurückreichenden Korruptionsfall zog der Konzern nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe) organisatorische und personelle Konsequenzen. Das Unternehmen habe sich von 20 Mitarbeitern seiner Tochter DB International getrennt und gegen zehn weitere arbeitsrechtliche Schritte wie Abmahnungen und Versetzungen eingeleitet. "Die Maßnahmen sind auf Grundlage einer umfassenden Untersuchung des Wirtschaftsprüfers KPMG erfolgt", sagte der Antikorruptionsbeauftragte des Konzerns, Werner Grebe, dem Blatt.

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