Tipps zur Vorbereitung des Nachwuchses

Tipps zur Vorbereitung des Nachwuchses

1. Kein Druck: Möchte der Nachwuchs nicht in die Fußstapfen der Eltern treten, sollte das Lebensglück der Kinder Vorrang haben.

2. Planung der Übernahme mit den Kindern, nicht für sie .

3. Kritische Prüfung, ob Tochter oder Sohn die Persönlichkeitsmerkmale eines Unternehmers mitbringen. Hilfreich: Gespräch mit neutralen Dritten.

4. Analyse der Fähigkeiten, die der Nachfolger braucht, um den Betrieb in Zukunft mit Erfolg zu führen.

5. Langfristiger Entwicklungsplan für Tochter oder Sohn mit konkreten Ausbildungszielen und -stationen.

6. Eigener Entwicklungsplan, um zum Zeitpunkt der Übergabe loslassen zu können.

7. Ausbildung des Nachfolgers sollte nicht nur im eigenen Betrieb erfolgen.

8. Integration von Stationen in Firmen außerhalb der eigenen Branche in den Entwicklungsplan des Nachwuchses; auch um von diesen zu lernen, wie gewisse Dinge in der eigenen Branche besser gemacht werden können.

9. Vorbereitung der Betriebsübernahme/übergabe von langer Hand (über einen Zeitraum von mindestens sechs Jahren).

10. Trumpf im Ärmel, für den Fall, dass Tochter oder Sohn sich während der Qualifizierungsphase anders entscheiden.

11. Tochter oder Sohn sollten nach der Ausbildung noch einige Jahre (Berufs-, Führungs- und Lebens-) Erfahrung außerhalb des Betriebes sammeln, um nicht als Greenhorn in den Betrieb einzutreten.

12. (Leitende) Mitarbeiter einweihen, spätestens ein Jahr vor der Übergabe.

13. Für einen sauberen Schnitt sorgen: Der Nachwuchs sollte mit dem Eintritt ins Unternehmen, sofern möglich, alle Entscheidungsbefugnisse erhalten. Gleichzeitig sollte sich die alte Generation aus dem Alltagsgeschäft zurückziehen, was nicht daran hindern soll, Tochter oder Sohn auf Wunsch zu beraten und zu unterstützen.

14. Bei einer schrittweisen Übergabe ist Mitarbeitern, Schlüsselkunden und Lieferanten mitzuteilen, wann der Nachwuchs endgültig das Ruder übernehmen wird. Nennen Sie dabei einen späteren Termin als geplant; denn wenn Sie früher gehen, erleben Sie dies als Vertrauensbeweis für Ihren Nachfolger.

15. Bei schrittweiser Übergabe schriftlich Dokumentation erstellen, wer welche Aufgaben und Kompetenzen hat. Der Nachfolger sollte ein Aufgabengebiet bekommen, bei dem schnell Erfolge sichtbar sind, um sein Ansehen zu stärken.

16. Keinerlei Einmischung in den Kompetenzbereich des Nachwuchses.

17. Abschied und Inthronisierung feiern!