Niemals ohne Tipps zur richtigen Haftpflichtversicherung

Jeder Mensch sollte eine private Haftpflichtversicherung haben. Schließlich haftet jeder für alle Schäden, die er anrichtet – und zwar unbegrenzt mit seinem Vermögen. Ein guter Versicherungsschutz muss dabei nicht teuer sein – aber auf die Bedingungen kommt es an. Wir geben Tipps, worauf Sie achten müssen.

Ein Missgeschick ist schnell passiert, da ist es wichtig, eine gute Haftpflichtversicherung zu haben. - © fotolia

Die teuerste ist nciht unbedingt die beste Haftpflichtversicherung. Singles können sich ab 60 Euro im Jahr gut versichern, Familien müssen kaum mehr als 100 Euro ausgeben. Wichtig ist aber, dass die Versicherungsbedingungen auch gut sind. Das fängt bei der Versicherungssumme an. Nur wenn die großzügig bemessen ist, ist der Versicherungsschutz wirklich gut. Weniger als drei Millionen Euro für Sach- und Personenschäden sollte die Versicherungssumme nicht betragen.

Sind Allmählichkeitsschäden abgedeckt?

Wichtig ist aber auch, wann vom Versicherungsfall ausgegangen werden kann. Beispiele für einen häufigen Streitpunkt sind die sogenannten Allmählichkeitsschäden. Von denen spricht man, wenn ein Schaden erst mit zeitlicher Verzögerung auftritt - das kann der Fall sein, wenn der Versicherte, ohne es zu merken, ein Wasserrohr angebohrt hat und über Wochen Wasser in die Wand läuft. Ein solcher Schaden würde nur dann reguliert werden, wenn sogenannte Allmählichkeitsschäden abgedeckt sind.

Ebenfalls eine wichtige Klausel: Der Versicherungsschutz beim Hüten fremder Hunde. Denn wer einen Hund in seine Obhut nimmt, übernimmt auch die Haftung. Beißt der Hund dann jemanden, müsste der Schaden ohne entsprechende Klausel bei der eigenen Haftpflichtversicherung vom Hundehüter selbst getragen werden.  

Schutz von Mietsachschäden

Mieter sollten bei der Privathaftpflicht auch darauf achten, dass sie gegen Mietsachschäden geschützt sind. Das bedeutet: Tritt in der Miet- oder Ferienwohnung ein Schaden auf, reguliert die Haftpflichtversicherung den mit dem Vermieter, und der Mieter muss nicht selbst dafür geradestehen.

Versicherungsschutz sollte zudem für Abwasserschäden gewährt werden. Denn ein Abflussrohr der eigenen Wohnung kann schnell verstopfen und das rücklaufende Wasser einen erheblichen Schaden anrichten. Ohne entsprechende Absicherung über die private Haftpflichtversicherung für das häusliche Abwasser müssen Mieter auch in diesem Fall den Schaden selbst tragen.

Forderungsausfallversicherung nicht vergessen

Die Forderungsausfallversicherung ist ein wichtiger Bestandteil einer guten privaten Haftpflichtpolice. Sie ist dann wichtig, wenn jemand einem anderen einen Schaden zufügt und der Schädiger selbst nicht versichert ist. Denn lassen sich gegen den Schädiger keine Ansprüche realisieren, springt die Forderungsausfall-Police ein und übernimmt den Schaden des Versicherten. Ganz wichtig: Der Versicherte muss selbst alle rechtlichen Möglichkeiten zur Durchsetzung seiner Ansprüche ausgeschöpft haben, bevor die Versicherung einspringt.

dapd / dhz