Schutz vor Internetkriminalität Tipps für mehr Sicherheit im Internet

Nehmen Sie sich vor Computerganstern in Acht. Wichtige Tipps für mehr Sicherheit im Internet. Von Lothar Lochmaier

Tipps für mehr Sicherheit im Internet

  • Nutzer sollten auf Administratorenrechte im Netz verzichten, sondern sich einen "Testnutzerkennung" an ihrem PC anlegen. Dazu einfach unter Systemsteuerung das Symbol Benutzerkonten anwählen und ein neues Konto anlegen.
  • Keine Zugangsdaten und Passwörter direkt im Internetbrowser anlegen, denn auch die Browser haben Schwachstellen, die von Cyberkriminellen angegriffen werden – und schnell sind die Daten gestohlen und werden im Internet verkauft.
  • Die Passwörter sollten nicht einfach nachvollziehbar sein und müssen regelmäßig geändert werden. Ein Passwort sollte eine Kombination aus Zahlen, Sonderzeichen und Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung sein. Es sollte zudem mindestens sechs Zeichen umfassen, da es auch automatische Programme auf das Knacken von Passwörtern abgesehen haben.
  • Keinen Links in "zufällig" erhaltenen E-Mails folgen. Hierbei handelt es sich vielleicht um eine Phishingattacke, die zu gefälschten Webseiten führt. Die Fälschungen sind mittlerweile so professionell gemacht, dass sie kaum von echten Seiten zu unterscheiden sind. Besser ist es sogar, die Webseite stets neu von Hand einzugeben.
  • Bei Onlineshopping und -banking sollte darauf geachtet werden, dass die Daten verschlüsselt übermittelt werden. Eine sichere Verbindung erkennt man an der Kennzeichnung der Internetadresse mit "https" (Hypertext Transfer Protocol Secure). Datenübertragung beim Shopping sollte immer über einen Sicherheitsserver wie "SSL" (Secure Socket Layer) erfolgen.
  • Soziale Netzwerke werden gerne genutzt, um Kontakte zu pflegen und neue aufzubauen. Bei der nächsten Anmeldung (Log-in) ist es besser, einen Blick auf das eigene Profil zu werfen und von Fall zu Fall zu entscheiden, ob alle Daten nicht zu viel des Guten sind. Sparsamkeit ist hier das Gebot der Stunde.
  • Zahlreiche persönliche Daten bis hin zu Bankverbindungen sind oftmals auf dem Computer gespeichert. Jeder sollte einmal überprüfen, ob diese Daten wirklich dort präsent sein müssen. Die sensiblen Daten besser einmal oder zweimal auf DVD, externe Festplatte oder Speicherkarten archivieren – schon ist gleichzeitig eine Datensicherung (Back-up) erledigt. Prinzipiell gilt: So viele Daten wie möglich vom Rechner löschen.
  • Eine aktuelle Internetsicherheitssoftware muss bei der heutigen Gefahrenlage unbedingt installiert sein. Diese sollte bestenfalls die folgenden Funktionen enthalten: Schutz gegen Viren, Phishing, Pharming, Spam, Bots, Spyware, Rootkits sowie Firewall, Browserschutz und eine verhaltensbasierte Erkennung von Schädlingsmustern. Mit dieser Software lassen sich auch die verschiedenen Onlineidentitäten sicher verwalten.
  • Damit Software und Internetbrowser auf dem neuesten Stand sind, immer die Updates regelmäßig herunterladen. Das Internet entwickelt sich immer schneller weiter und neue Gefahren entstehen, die nur durch regelmäßige Aktualisierungen dieser Programme minimiert werden können.