Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat den Mauerbau vor 50 Jahren als einen Akt der Gewalt bezeichnet. Die DDR habe ihren Bürgern damals die Freiheit genommen, sagte Tillich am Donnerstag im Dresdner Landtag. "Was war das für ein Staat, der seine Bürger einsperrte?", fragte der Ministerpräsident.
Tillich wertet DDR-Mauerbau als Akt der Gewalt
Dresden (dapd). Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat den Mauerbau vor 50 Jahren als einen Akt der Gewalt bezeichnet. Die DDR habe ihren Bürgern damals die Freiheit genommen, sagte Tillich am Donnerstag im Dresdner Landtag. "Was war das für ein Staat, der seine Bürger einsperrte?", fragte der Ministerpräsident. Der Mauerbau 1961 sei ein außerordentliches Zeichen von Gewalt eines totalitären Staates gewesen. Sachsen sei heute hingegen ein "Freistaat der Freiheit" mit fest verankerten demokratischen Grundrechten.
Im Juni vor 50 Jahren hatte der Staatsratsvorsitzende der DDR, Walter Ulbricht, auf einer Pressekonferenz im Gebäude des heutigen Bundesfinanzministerium in Berlin den berühmt gewordenen Satz gesagt: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Knapp zwei Monate später, am 13. August 1961, begann der Bau der Mauer. Die Mauer trennte die beiden deutschen Staaten 28 Jahre lang. Die Mauer fiel am 9. November 1989 nach einer unblutigen Revolution in der DDR.
dapd