Der mögliche neue FDP-Landeschef in Baden-Württemberg, Michael Theurer, stellt der rot-grünen Landesregierung eine konstruktive Zusammenarbeit in Aussicht. Die zu enge Anlehnung an die CDU sei in der Vergangenheit für seine Partei ein Problem gewesen, sagte Theurer am Samstag im Deutschlandfunk.
Theurer empfiehlt der FDP mehr Eigenständigkeit
Köln (dapd). Der mögliche neue FDP-Landeschef in Baden-Württemberg, Michael Theurer, stellt der rot-grünen Landesregierung eine konstruktive Zusammenarbeit in Aussicht. Die zu enge Anlehnung an die CDU sei in der Vergangenheit für seine Partei ein Problem gewesen, sagte Theurer am Samstag im Deutschlandfunk. "Im Landtag darf es deshalb keine Koalition in der Opposition geben und auch in Berlin rate ich unserer Partei zu mehr Eigenständigkeit. Nur dann sind wir sichtbar", sagte Theurer. Die baden-württembergische FDP wählt am (heutigen) Samstag einen neuen Landesvorsitzenden. Theurer tritt gegen die amtierende Landeschefin Birgit Homburger an.
Theurer sagte, die baden-württembergische FDP stehe hinter der Koalition und dem Personal in Berlin, "auch hinter Frau Homburger als Fraktionsvorsitzender". Der Landesverband müsse aber seine eigenen Angelegenheiten ordnen. Der Parteivize räumte ein, früher zu stark auf die Parteiräson gehört und sich zu wenig eingebracht zu haben. Nun stehe er aber für einen neuen, weniger autoritären Führungsstil.
Auf dem außerordentlichen Landesparteitag soll auch die Wahlniederlage der FDP bei der Landtagswahl Ende März analysiert werden. Die Liberalen schafften es mit 5,3 Prozent nur knapp in den Landtag und müssen ebenso wie der ehemalige Koalitionspartner CDU auf der Oppositionsbank Platz nehmen.
dapd
