Weiteres Urteil über 52 Millionen Euro steht noch aus - Bonner Konzern will erneut Revision einlegen Telekom soll telegate 45 Millionen Euro für Auskunft zurückzahlen

Die Telekom soll dem Auskunftsdienst telegate nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf 45 Millionen Euro zurückzahlen. Ein weiteres Urteil, in dem es um 52 Millionen Euro plus Zinsen geht, steht nach Angaben von telegate in München noch aus. Die Telekom kündigte unterdessen an, sie werde gegen die Entscheidung rechtlich vorgehen.

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Telekom soll telegate 45 Millionen Euro für Auskunft zurückzahlen

Düsseldorf (dapd). Die Telekom soll dem Auskunftsdienst telegate nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf 45 Millionen Euro zurückzahlen. Ein weiteres Urteil, in dem es um 52 Millionen Euro plus Zinsen geht, steht nach Angaben von telegate in München noch aus. Die Telekom kündigte unterdessen an, sie werde gegen die Entscheidung rechtlich vorgehen.

Der Rechtsstreit zwischen telegate und Telekom zieht sich schon seit Jahren hin. telegate wirft dem Ex-Monopolisten vor, überhöhte Preise für die Bereitstellung von Teilnehmerdaten für die Telefonauskunft verlangt zu haben. 2007 hatte das Düsseldorfer Gericht schon einmal zugunsten von telegate entschieden, das Urteil war aber später vom Bundesgerichtshof aufgehoben und das Verfahren zurückgewiesen worden.

Die am Mittwoch ergangenen Entscheidungen zu zwei Klagen betreffen die Jahre 2000 bis 2004. Das noch ausstehende Verfahren behandelt die Jahre 1997 bis 2000; das Urteil in diesem Fall solle am 18. Mai verkündet werden, erklärte telegate.

Das Oberlandesgericht ließ Revision nicht zu. Damit will sich die Telekom nicht zufriedengeben. Nach der Entscheidung müsste die Telekom nicht etwa eine Differenz zu einem überhöhten Preis zurückzahlen, sondern gleich die gesamten Entgelte, erklärte ein Telekom-Sprecher. "Das werden wir nicht akzeptieren und daher Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision einlegen", sagte der Sprecher.

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