Am späteren Vormittag soll auch das traditionelle Kulturfest stattfinden Tausende demonstrieren gegen Rechts in Braunschweig

Gegen eine geplante Kundgebung von Neonazis sind am Samstag in Braunschweig Tausende Demonstranten auf die Straße gegangen. Nach Polizeiangaben nahmen an zwei Protestveranstaltungen mindestens 2.400 Menschen teil. Beide Gegendemonstrationen starteten friedlich. Am späteren Vormittag sollte auch das traditionelle Kulturfest "Braunschweig International" stattfinden.

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Tausende demonstrieren gegen Rechts in Braunschweig

Braunschweig (dapd). Gegen eine geplante Kundgebung von Neonazis sind am Samstag in Braunschweig Tausende Demonstranten auf die Straße gegangen. Nach Polizeiangaben nahmen an zwei Protestveranstaltungen mindestens 2.400 Menschen teil. Beide Gegendemonstrationen starteten friedlich. Am späteren Vormittag sollte auch das traditionelle Kulturfest "Braunschweig International" stattfinden.

Wegen des Festes war ein Marsch der Rechtsextremen durch die Innenstadt verboten worden. Gerichtlich war den Neonazis lediglich erlaubt worden, sich zwischen 12.00 Uhr und 15.00 Uhr am Hauptbahnhof zu versammeln. Die Polizei hatte einen Großeinsatz von mehr als 4.000 Beamten angekündigt. Um die Bevölkerung und Touristen über mögliche Störungen zu informieren, wurde ein Bürgertelefon eingerichtet.

Polizei und linke Gegendemonstranten hatten sich darauf eingestellt, dass die Rechtsextremen im Laufe des Nachmittags nach Peine weiterfahren wollten. Dort wurde von derselben Personengruppe eine Veranstaltung mit dem Titel "Demonstrationsrecht für alle" angemeldet.

2005 war es zu einem umstrittenen Polizeieinsatz bei einer NPD-Demonstration in Braunschweig gekommen. Damals hatten die Beamten 250 Gegendemonstranten und Passanten zweieinhalb Stunden lang eingekesselt. Auch Wasserwerfer wurden eingesetzt.

dapd