Auch die vierte Runde der Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 160.000 Beschäftigten der Druckindustrie ist ohne Annäherung ergebnislos vertagt worden. Die Gespräche in München wurden auf den 16. Juni in Frankfurt am Main vertagt, wie die Gewerkschaft ver.di und der Bundesverband Druck und Medien mitteilten.
Tarifverhandlungen in der Druckindustrie ohne Annäherung vertagt
München (dapd). Auch die vierte Runde der Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 160.000 Beschäftigten der Druckindustrie ist ohne Annäherung ergebnislos vertagt worden. Die Gespräche in München wurden auf den 16. Juni in Frankfurt am Main vertagt, wie die Gewerkschaft ver.di und der Bundesverband Druck und Medien mitteilten.
"Angesichts der harten Haltung auf der Arbeitgeberseite werden wir die Beschäftigten zu weiteren Streiks und Protesten aufrufen", kündigte der Verhandlungsführer und ver.di-Vizechef, Frank Werneke, an. Werneke warf den Arbeitgeber vor, sie wollen mit drastischen Verschlechterungen der Tarifbedingungen den Arbeitsplatzabbau in der Branche weiter beschleunigen.
Die Arbeitgeber erklärten, ver.di habe kein tatsächliches Interesse zeigt, die Verhandlungen ergebnisorientiert zu führen. Stattdessen seien bereits im Vorfeld Streiktermine und Kundgebungen für die Folgewoche bekannt gegeben worden. Es gebe Zweifel, ob die Gewerkschaft angesichts ihrer Verweigerungshaltung und der Betonung von Haustarifverträgen ernsthaft an einem Erhalt des Flächentarifs interessiert sei.
ver.di verlangt eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für zwölf Monate, eine Einmalzahlung von 400 Euro für Altersvorsorge oder Weiterbildung sowie die Rückkehr zu dem von den Arbeitgebern gekündigten Manteltarifvertrag.
Der Druckverband fordert eine flexible Öffnung der Arbeitszeit von der immer noch geltenden 35-Stunden-Woche auf bis zu 40 Stunden sowie eine Abkehr von der Regel, dass die Maschinen nur von Fachkräften bedient werden dürfen. Das wollen sie in einem neuen Lohn- und Manteltarifvertrag festschreiben.
dapd
