Tarifrunde 2025 Tarifverhandlungen im Kfz-Handwerk: Das fordert die IG Metall

Am 18. März 2025 starten die IG Metall und die Arbeitgeber des Kfz-Handwerks in die erste Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag. Was die Arbeitnehmervertreter fordern und wie viele Beschäftigte von einem Tarifvertrag profitieren würden.

Die IG Metall fordert für Kfz-Beschäftigte eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent sowie eine Pauschale von 170 Euro für Auszubildende, um den Stress in Werkstätten und Autohäusern auszugleichen.
Nach Einschätzung der IG Metall herrscht in vielen deutschen Werkstätten und Autohäusern reichlich Stress. Dafür verlangt sie einen Ausgleich. - © zinkevych - stock.adobe.com

Der aktuelle Tarifvertrag im Kfz-Handwerk läuft noch bis zum 31. März 2025. Am 18. März beginnen die Verhandlungen über eine Lohnerhöhung – Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter wollen sich zunächst auf regionaler Ebene treffen.

Neuer Tarifvertrag im Kfz-Handwerk soll 6,5 Prozent mehr Geld bringen

Nun steht auch fest, mit welcher Tarifforderung die IG Metall in die Verhandlungen geht. Der Vorstandsbeschluss sieht vor, dass die Beschäftigten im Kfz-Handwerk 6,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr erhalten sollen. Auszubildende sollen pauschal 170 Euro mehr bekommen und damit überproportional profitieren, heißt es.

"Der Branche geht es insgesamt gut – trotz der mangelhaften Modellpolitik der Hersteller mit Blick auf den Ausbau der Elektromobilität", sagt Tarifvorständin Nadine Boguslawski. Das Geschäft mit Gebrauchtwagen liefe gut und in den Werkstätten müssten Kunden wegen der hohen Auslastung und des Fachkräftemangels lange auf einen Termin warten. "Viele Beschäftigte arbeiten am Anschlag. Darum ist jetzt dringend Zeit für Entlastungen: im Geldbeutel und bei der Arbeitszeit", so Boguslawski.

Beschäftigte beklagen hohen Arbeitsdruck

Laut einer Befragung der IG Metall unter 12.000 Beschäftigten schätzen 70 Prozent die wirtschaftliche Lage der Betriebe als gut bis sehr gut ein. Gleichzeitig bewerten sie die Belastung als sehr hoch: Mehr als die Hälfte beobachtet, dass derzeit vermehrt Kolleginnen und Kollegen die Betriebe verlassen – vor allem wegen geringer Wertschätzung und hohem Arbeitsdruck.

Von einem neuen Tarifvertrag würden laut IG Metall 91.000 Beschäftigte direkt profitieren. Insgesamt sind laut Gewerkschaft rund 430.000 Arbeitnehmer in der Handwerksbranche beschäftigt. Ab dem 1. April sind Warnstreiks im Kfz-Handwerk möglich. dpa/fre