Bei den Tarifverhandlungen für die mehr als 250.000 Beschäftigten im Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist keine schnelle Einigung in Sicht. Die Gewerkschaft ver.di äußerte sich am Freitag nach der ersten Verhandlungsrunde in Dresden empört über das Angebot der Arbeitgeber und kündigte an, in den nächsten Tagen zu Warnstreiks im Einzelhandel der drei Bundesländer aufzurufen.
Tarifverhandlungen im Einzelhandel vertagt
Dresden (dapd-lth). Bei den Tarifverhandlungen für die mehr als 250.000 Beschäftigten im Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist keine schnelle Einigung in Sicht. Die Gewerkschaft ver.di äußerte sich am Freitag nach der ersten Verhandlungsrunde in Dresden empört über das Angebot der Arbeitgeber und kündigte an, in den nächsten Tagen zu Warnstreiks im Einzelhandel der drei Bundesländer aufzurufen.
Nach Angaben des Handelsverbands Thüringen wurde eine Lohnerhöhung um 2,5 Prozent ab September und eine weitere Erhöhung um 1,5 Prozent ab August 2012 vorgeschlagen. Die Gewerkschaft befürchtet bei diesem Angebot jedoch durch die Preissteigerungen einen Reallohnverlust für die Beschäftigten. ver.di fordert eine sofortige Gehaltserhöhung von 65 Euro und ab 1. Juni nochmals vier Prozent mehr Geld.
Die Tarifverhandlungen wurden den Angaben zufolge auf 10. Juni vertagt.
dapd
