Stuhlbautradition in Sachsen

Stuhlbautradition in Sachsen

Das früheste Dokument der sächsischen Meisterschaft im handwerklichen Stuhlbau stammt von 1675. In einem Kirchenbuch der Stadt Rabenau ist von einem Stuhlbauer namens Balzer Wünschmann die Rede. 1785 verzeichnete die Chronik schon 46 Stuhlbauerwerkstätten. Verschiedene kunstgeschichtliche Epochen haben die Gestaltung der Sitzmöbel seither beeinflusst. In der DDR behauptete das Handwerk seine Selbstständigkeit. 1957/58 gründeten die Betriebe ihre Genossenschaften. Die Stühle wurden für Handel und Großabnehmer hergestellt sowie in das westliche Deutschland, nach England, Holland und in die Schweiz exportiert. Nach der Wende haben die Firmen und Genossenschaften ihre marktwirtschaftlichen Stärken herausgefunden und ausgeprägt. Mit profiliertem Sortiment gewannen sie neue Kunden, etwa für hochwertige Ausstattungen in Hotels, Sitzungssälen, Museen, Kirchen und Schulen.Quelle: www.stuhlbau.de