Nach dem schwarz-gelben Atomausstieg drängt die deutsche Stromwirtschaft auf Finanzhilfen für den Bau von Ersatz-Kraftwerken. "Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien werden neue Kraftwerke in Zukunft immer seltener in Betrieb sein", sagte Ewald Woste, Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe).
Strombranche fordert Finanzhilfen
München (dapd). Nach dem schwarz-gelben Atomausstieg drängt die deutsche Stromwirtschaft auf Finanzhilfen für den Bau von Ersatz-Kraftwerken. "Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien werden neue Kraftwerke in Zukunft immer seltener in Betrieb sein", sagte Ewald Woste, Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe). Investitionen könnten sich deshalb kaum noch rentieren. Damit die Energiewende dennoch gelinge, sei die Förderung neuer Anlagen nötig, etwa beim Bau von Gas- und Kohlekraftwerken. Sie sollen Atomkraftwerke ersetzen und einspringen, wenn Wind- oder Sonnenanlagen bei Flauten keinen Strom lieferten.
Die Branche hofft auf eine weitreichende finanzielle Unterstützung. Möglich seien Zuschüsse für Neubauten. Zudem komme eine Reserveprämie für stillstehende Kraftwerke infrage, sagt Woste. "Das ist ein Modell, über das wir reden müssen", forderte er. Von diesen Mechanismen hänge auch ab, ob sich neue Kraftwerksprojekte durch Banken refinanzieren ließen.
dapd
