Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele hat den Kurs seiner Parteiführung beim Atomausstieg kritisiert. Ströbele sagte "Spiegel Online" vor dem Sonderparteitag am Samstag (11 Uhr) in Berlin, die Grünen sollten von ihren bisherigen Forderungen nach einem Ausstieg im Jahr 2017 nicht abrücken und auf Verhandlungen mit der schwarz-gelben Koalition bestehen.
Ströbele kritisiert Kurs der Grünen-Parteispitze
Hamburg (dapd). Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele hat den Kurs seiner Parteiführung beim Atomausstieg kritisiert. Ströbele sagte "Spiegel Online" vor dem Sonderparteitag am Samstag (11 Uhr) in Berlin, die Grünen sollten von ihren bisherigen Forderungen nach einem Ausstieg im Jahr 2017 nicht abrücken und auf Verhandlungen mit der schwarz-gelben Koalition bestehen.
Ströbele warnte vor einem Verlust der Glaubwürdigkeit seiner Partei. "Wenn wir jetzt zustimmen, wird uns immer vorgehalten werden, dass wir das Ausstiegsdatum 2022 akzeptiert haben." Zugleich übte er Kritik an der Haltung der Grünen-Führung. Der Bundesvorstand habe sich "von der Schwemme des öffentlichen Trommelns für die Atomgesetznovelle möglicherweise auch zu viel unter Druck gesehen".
Die Grünen entscheiden heute über ihre Haltung zum schwarz-gelben Atomausstiegsgesetz. Die Parteispitze schlägt den rund 800 Delegierten vor, dem Gesetz der Koalition zuzustimmen. In Gegenanträgen fordert die Basis dagegen, das Gesetz abzulehnen oder nur unter Bedingungen zu billigen.
dapd
