Ifo-Institut Stimmung in der Wirtschaft immer besser

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August zum fünften Mal in Folge aufgehellt. Das wichtigste Stimmungsbarometer, der Ifo-Geschäftsklimaindex, erhöhte sich von 87,4 Punkten im Juli auf 90,5 Punkte.

Stimmung in der Wirtschaft immer besser

Dabei fiel der Anstieg überraschend deutlich aus und war zudem so kräftig wie seit Juli 1996 nicht. Zudem erreichte der Index das höchste Niveau seit September 2008. "Der Erholungsprozess ist eindeutig in Gang gekommen", sagte Ifo-Ökonom Gernot Nerb. Zuvor waren bereits die Auftragseingänge der Industrie und Produktion deutlich angestiegen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete den Anstieg als erfreuliches Zeichen. "Ich habe den Eindruck, dass wir die Talsohle erreicht haben, ich freue mich über die positiven Signale", sagte sie dem Nachrichtensender N24. Allerdings sei die Krise erst vorbei, "wenn wir wieder da sind, wo wir vor der Krise waren". Dies werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Konjunkturforscher selbst zeigten sich überrascht vom robusten Geschäftsklima. "Auch wir haben den Anstieg in dieser Intensität nicht erwartet", sagte Ifo-Experte Gernot Nerb. Erfreulich sei vor allem, dass die Industrie anziehe. Zwar seien Rückschläge nicht ausgeschlossen, allerdings sei dies derzeit auch nicht erkennbar. Weiter rechnet das Institut damit, dass sich die Erholung in das kommende Jahr hinein fortsetze.

Derweil sind die Preise für Einfuhren nach Deutschland im Juli etwas stärker gefallen als erwartet. Der entsprechende Index sank gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Jahresvergleich sanken die Importpreise um 12,6 Prozent und markierten damit den stärksten Rückgang seit Februar 1987. Grund seien vor allem die gesunkenen Preise für importierte Energieträger wie Rohöl und Mineralölerzeugnisse.

ddp