Die Stiftung Warentest setzt wegen der sinkenden Auflage ihrer Zeitschriften verstärkt auf das Geschäft im Internet. Nach dem Krisenjahr 2009 konnten die Verbraucherschützer den Umsatz im vergangenen Jahr aber wieder steigern, wie Vorstandschef Werner Brinkmann am Donnerstag in Berlin erklärte. Die Erträge erhöhten sich demnach leicht auf 48,3 Millionen Euro.
Stiftung Warentest setzt aufs Internet
Berlin (dapd). Die Stiftung Warentest setzt wegen der sinkenden Auflage ihrer Zeitschriften verstärkt auf das Geschäft im Internet. Nach dem Krisenjahr 2009 konnten die Verbraucherschützer den Umsatz im vergangenen Jahr aber wieder steigern, wie Vorstandschef Werner Brinkmann am Donnerstag in Berlin erklärte. Die Erträge erhöhten sich demnach leicht auf 48,3 Millionen Euro. Dank eines Anlagegewinns aus dem Stiftungsvermögen verbuchte die Stiftung Warentest ein Jahresergebnis von 774.000 Euro.
Die Auflage der Zeitschrift "Test" fiel 2010 auf 492.500 Exemplare pro Monat, im Vorjahr waren es noch 510.000 gewesen. "Finanztest" verkaufte sich im Dezember 243.000 Mal (2009: 253.000). Die Stiftung reagiert mit dem Ausbau ihres Online-Angebots. Seit vergangenem Jahr sind die Produkttester bei Youtube, Facebook und Twitter zu finden, wie Brinkmann erklärte. Für die kostenpflichtigen Testergebnisse im Internet will die Stiftung ab Sommer eine Jahresflatrate für 50 Euro anbieten; bisher können die Informationen nur gegen Monatspauschalen abgerufen werden.
Die Verbraucherschützer untersuchten 2010 nach eigenen Angaben 304 Warengruppen, Dienstleistungen und sonstige Angebote. Die Zahl der klassischen Warentests blieb nach Angaben Brinkmanns mit 97 nahezu konstant, 2009 waren es 96 gewesen. Egal ob Energiesparlampen, Hundefutter oder alkoholfreies Weizenbier - insgesamt testeten die Experten 2.217 einzelne Produkte, 100 mehr als im Vorjahr.
Hinzu kamen 104 Dienstleistungsuntersuchungen, die meisten aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen. Darunter waren Dispozinsen von rund 1.000 Banken sowie der Service von Krankenkassen oder Reiseversicherungen. Bei den übrigen Tests nahmen die Experten etwa Weiterbildungsangebote oder Aktionsware von Discountern unter die Lupe.
dapd
