Bundesfinanzministerium Steuereinnahmen verringern Defizite der Länder schneller als erwartet

Die sprudelnden Steuern lassen die Etatlöcher der Länder schrumpfen. In den ersten drei Quartalen gaben die 16 Länder insgesamt 16 Milliarden Euro weniger aus als sie einnahmen.

Steuereinnahmen verringern Defizite der Länder schneller als erwartet

Damit ist das Defizit um 5,5 Milliarden Euro geringer, als im Vorjahreszeitraum, wie aus einer Übersicht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, die dem "Handelsblatt" vorliegt. Regierungsexperten erwarteten nun, dass Ende des Jahres das Defizit deutlich unter den geplanten 33,5 Milliaden Euro bleiben wird.

Größter Defizitsünder nach drei Quartalen ist danach Nordrhein-Westfalen, das mit 4,4 Milliarden Euro gut ein Viertel zum gesamten Länderdefizit beisteuert. Auf Rang zwei und drei folgen Hessen und Rheinland-Pfalz, die mit 1,8 und 1,7 Milliarden Euro in der Kreide stehen.

Dass es auch möglich ist, mit seinem Geld auszukommen, zeigt der Osten: Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg schrieben bislang schwarze Zahlen. Insgesamt verbuchten die fünf neuen Länder bis Ende September 700 Millionen Euro Überschuss.

dapd