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Steuertipp Steueranrechnung für Handwerkerleistungen: Stolperfalle kennen

Sind Sie Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH und diese GmbH erbringt für Sie in Ihrem Privathaushalt Handwerkerleistungen, können Sie von einer Steueranrechnung profitieren. Doch bei den Voraussetzungen zur Anrechnung müssen Sie als Gesellschafter-Geschäftsführer aufpassen.

Denn Voraussetzungen für die Steueranrechnung für Handwerkerleistungen sind, dass Ihnen von der GmbH über die erbrachten Leistungen eine Rechnung ausgehändigt wird und dass Sie die Rechnung unbar – also per Überweisung oder Abbuchung – begleichen.

Risiko bei Gesellschafter-Geschäftsführer kennen und vermeiden

Doch bei Gesellschafter-Geschäftsführern, deren GmbH die Handwerkerleistungen in dessen Privathaushalt erbringt, kann die Voraussetzung 2 – die unbare Zahlung – zum Problem werden. Dann nämlich, wenn in Höhe des Rechnungsbetrags nur das Verrechnungskonto des Gesellschafters in der Bilanz der GmbH belastet wird. Nach Ansicht des Finanzamts handelt es sich hierbei nicht um eine unbare Zahlung und damit ist die Steueranrechnung verloren.

Leider bestätigte nun das Finanzgericht Thüringen diese fiskalische Sichtweise und ließ die Steueranrechnung nicht zu, weil keine Zahlung für die Handwerkerleistungen entrichtet wurde, sondern der Rechnungsbetrag auf das Verrechnungskonto (= Forderung der GmbH an Gesellschafter) gebucht wurde (FG Thüringen, Urteil v. 22.102019, Az. 3 K 452/19).

Steuertipp: Um die Steueranrechnung in vergleichbaren Fällen nicht zu riskieren, sollte der GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer die Rechnung seiner GmbH unbedingt überweisen oder den Rechnungsbetrag abbuchen lassen. Das Verrechnungskonto sollte tabu bleiben.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuertipps.

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