Analyse des BIBB Stellensuche für Migranten schwieriger

Die Suche nach einer Ausbildungsstelle für Jugendliche aus Familien mit einer Migrationsgeschichte ist in der Regel schwieriger als für Jugendliche ohne Migrationshintergrund.

Eine Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt, dass es auch innerhalb der Gruppe der jungen Migranten große Unterschiede je nach Herkunftsregion gibt. So ist es für Jugendliche, deren Familien aus der Türkei oder arabischen Staaten stammen, schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden, als für Jugendliche anderer Herkunftsregionen – auch wenn sie über die gleichen Schulabschlüsse verfügen. Die BIBB-Untersuchung beruht auf der Befragung ausbildungsreifer Jugendlicher, die 2010 bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) als Bewerber um einen Ausbildungsplatz gemeldet waren. Junge Migranten werden bei der Ausbildungsplatzsuche auch seltener zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

Zudem konnten nur 28 Prozent der Bewerber aus Familien mit einer Zuwanderungsgeschichte bis Ende 2010 eine betriebliche Berufsausbildung aufnehmen, gegenüber 42 Prozent bei denjenigen ohne Migrationshintergrund. Während bei einer ost- oder südeuropäischen Herkunft die Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung mit 34 bzw. 33 Prozent etwas häufiger gelingt, sind es beim türkisch-arabischen Hintergrund lediglich 20 Prozent. dhz