SPD-Fraktionschef: Der nächste IWF-Chef muss aus Europa kommen Steinmeier vermisst Merkels Einsatz für deutschen IWF-Kandidaten

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier hat in der Debatte über den künftigen IWF-Vorsitz die Bundeskanzlerin kritisiert. "Es ist bemerkenswert, dass es Angela Merkel offenbar überhaupt nicht mehr in den Sinn kommt, einen deutschen Kandidaten ins Spiel zu bringen", sagte Steinmeier in einem am Samstag veröffentlichten Gespräch mit "Spiegel Online".

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Steinmeier vermisst Merkels Einsatz für deutschen IWF-Kandidaten

Berlin/Hamburg (dapd). Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier hat in der Debatte über den künftigen IWF-Vorsitz die Bundeskanzlerin kritisiert. "Es ist bemerkenswert, dass es Angela Merkel offenbar überhaupt nicht mehr in den Sinn kommt, einen deutschen Kandidaten ins Spiel zu bringen", sagte Steinmeier in einem am Samstag veröffentlichten Gespräch mit "Spiegel Online".

Die CDU-Vorsitzende sei mit ihrer Personalpolitik in Europa komplett gescheitert, erklärte Steinmeier. "Sie hat den deutschen Kandidaten für den EZB-Chefsessel, Axel Weber, brüskiert und keinen Ersatz gefunden." Deutschland stehe in den internationalen Gremien nun so schlecht dar wie selten zuvor.

Zu einer möglichen Kandidatur der französischen Finanzministerin Christine Lagarde für den Internationalen Währungsfonds äußerte sich Steinmeier verhalten. Lagarde sei "sicher im Feld der sechs bis acht Kandidaten, die ernsthaft diskutiert werden - aber das Feld ist größer." Klar sei für ihn, dass der nächste IWF-Chef aus Europa kommen müsse und nicht aus einem Schwellenland, sagte der SPD-Fraktionschef.

dapd