Digitaler Fingerabdruck Mehr Effizienz bei der Entwicklung von Bauteilen

Seit Jahrzehnten sind CAE- und CAD-Verfahren in Industrie und Handwerk Standard. Von jedem CAD-Modell eines Form-, Dreh-, Blech- oder Gussteils lässt sich ein digitaler Fingerabdruck ableiten. Bei der Neuentwicklung ähnlicher Teile kann man damit viel Zeit sparen, wenn auf bestehende Daten zurückgegriffen werden kann.

Der Dortmunder Softwareentwickler SimuForm macht nun diese Fingerabdrücke im Rahmen einer Software-Suite nutzbar und strafft damit Entwicklungsprozesse sowohl zeitlich wie auch wirtschaftlich. Der digitale Werkstück-Fingerabdruck lässt sich zur Erkennung ähnlicher CAD-Bauteile verwenden: „Oft werden Bauteile neu entwickelt, obwohl sehr ähnliche Formen bereits hergestellt wurden. Das erhöht nicht nur den Entwicklungsaufwand, auch die spätere Verwaltung der Stammdaten für das Bauteil erfordert doppelten Aufwand“, beschreibt Christian Klimmek, Geschäftsführer von SimuForm.

Das Unternehmen rechnet mit einem Effizienzgewinn von 20 bis 30 Prozent, je nach Anwendung und Unternehmen. „Mit dem System wird das Know-How einer Firma zentralisiert und zugänglich gemacht. Bestandsdaten aus allen CAx-Systemen können indiziert und damit automatisch eingebunden werden“, so Klimmek. So lässt sich das Wissen vergangener Projekte und Prozesse ebenso automatisch integrieren und über die geometrische Suche bequem wie in einer Google-Suchabfrage auffinden.

Dabei sind Umformungsprozesse für Blech ebenso möglich wie eine Ähnlichkeitssuche unter Guss- oder Drehteilen oder auch komplexen Baugruppen. Für die anwendenden Ingenieure findet eine grafische Ausgabe durch die SimuForm-Software um die Kernanwendung „SimuForm Similia“ statt. Die Ergebnisse werden ähnlich einer Google-Bildsuche gezeigt, die Suchparameter können dabei flexibel verändert werden. dhz