Gute Nachrichten für Dieselfahrer, die ihren Transporter oder Pkw mit einem Rußpartikelfilter nachrüsten lassen wollen: Ab 1. Januar 2012 will der Bund die Nachrüstung von Filtern wieder für zwei Jahre steuerlich fördern. Darauf hat sich der Haushaltsausschuss des Bundestags verständigt.
Ulrich Steudel
"Dafür werden in den Jahren 2012 und 2013 jeweils 30 Millionen Euro im Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt", betonte Christian Ruck, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Gefördert werden Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht. Der Fördersatz beträgt im nächsten Jahr einheitlich 330 Euro. Ab 2013 sinkt er auf 260 Euro. Mit dem degressiven Fördersatz soll für Fahrzeughalter ein Anreiz geschaffen werden, möglichst schnell ihre alten "Dieselstinker" mit neuester Filtertechnik nachzurüsten.
Mit der Möglichkeit der Förderung von Kleintransportern sollen insbesondere auch Handwerker und der Mittelstand von der Förderung profitieren, da diese bislang nur ein Jahr in den Genuss einer Anschubfinanzierung gekommen waren. Dies sei von besonderer Bedeutung, da zahlreiche Handwerksbetriebe und Gewerbetreibende mit ihren Fahrzeugen auch in Städten mit Umweltzonen ihr Einkommen verdienen müssen. Nicht jeder könne sich wegen einer Umweltzone ein neues Auto kaufen.
Bedauerlich ist allerdings, dass Dieselfahrer, die ihr Fahrzeug im Jahr 2011 nachgerüstet haben, leer ausgehen sollen. Anfang des Jahres war die Förderung ausgelaufen. Der ADAC appelliert nun an die Halter älterer Diesel-Fahrzeuge, das staatliche Anreizprogramm zu nutzen und mit einer Nachrüstung den Partikelausstoß ihrer Fahrzeuge zu senken. So können sie für ihre Autos die Umweltzonen-Plakette einer besseren Schadstoffgruppe erhalten. Der Club weist jedoch daraufhin, dass viele Diesel-Pkw-Modelle aus technischen Gründen nicht nachgerüstet werden können und fordert die Filterhersteller auf, das Angebot auszuweiten.
