Der Licht-Test im Oktober erzielte die beste Bilanz der letzten zehn Jahre. Wie der Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbees (ZDK) und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) jetzt bekannt gaben, liegt die Mängelquote 2011 bei 34,2 Prozent.
Das Ergebnis unterschreitet damit den Dekaden-Tiefstwert aus dem Jahr 2007 um 1,2 Prozentpunkte und den Höchstwert aus 2005 um immerhin 4,5 Punkte. Dennoch kann es keine Entwarnung geben: Auf den deutschen Pkw-Bestand hochgerechnet sind bei der aktuellen Mängelquote an die 14,5 Millionen Fahrzeuge mit defektem oder falsch eingestelltem Licht unterwegs.
Die Scheinwerfer als Daueranführer der Mängelbilanz schnitten mit 19,7 Prozent etwas besser ab als im Vorjahr (21,3 Prozent). Geringe Fortschritte gibt es auch an der Blenderfront, aber immerhin jedes zehnte Frontlicht (9,8 Prozent) ist nach wie vor zu hoch eingestellt. Etwas besser als im Frontbereich des Autos sieht es bei der rückwärtigen Beleuchtung aus, deren Mängelquote ebenfalls leicht auf 9,2 Prozent gesunken ist. Im Ländervergleich sind in Thüringen die sicherheitsbewusstesten Autofahrer unterwegs: Hier liegt die Mängelquote mit 23,2 Prozent deutlich unter dem Bundesschnitt. Nachholbedarf bei einer Quote von 44,9 Prozent haben die Bremer Autofahrer.
Die Präsidenten von ZDK und DVW stimmen darin überein, dass auch das in diesem Jahr verbesserte Ergebnis immer noch Anlass zur Sorge gebe. Jedenfalls bestärke es die Absicht, Deutschlands größte Verkehrssicherheitsaktion unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers auch in Zukunft fortzusetzen.
