Mehr als die Hälfte seiner Ladeenergie setzt ein Kleinwagen mit Elektroantrieb in mechanische Antriebsenergie um. Bei Labortests der Dekra mit einem Citroën C-Zero kamen 56 Prozent (10,2 kWh) der gesamten Ladeenergie (18,3 kWh) auf der Straße an, deutlich mehr als beim Verbrennungsmotor.
Der Elektro-Kleinwagen erreichte bei 22 Grad Celsius Außentemperatur unter genormten Vorgaben eine Reichweite von 138 Kilometern, 12 Kilometer weniger als vom Hersteller angegeben. Allerdings hatten die Experten die Fahrzeuglüftung eingeschaltet, um den Test realitätsnaher zu gestalten.
Bei ihren Versuchen untersuchten die Sachverständigen, welche Energieverluste beim Elektroauto an der Batterie, der Leistungselektronik und am Antrieb auftreten.- Batterie: Im Test ging knapp ein Fünftel der Ladeenergie (4,1 kWh/19 Prozent) durch Verluste an der Hochvoltbatterie verloren.
- Leistungselektronik: Relativ geringe Verluste treten im Bereich der Fahrzeugelektrik auf. Zu Buche schlagen die für das 12-Volt-Bordnetz benötigte Energie (0,68 kWh), zum Beispiel für den Betrieb von Steuergeräten und Beleuchtung. Hinzu kommen geringe Verluste von 0,2 kWh im Konverter, der die Batterie-gleichspannung in Drehstrom für den Elektromotor umwandelt, sowie eventuelle elektrische Verbraucher wie etwa die Heizung.
- Antriebsstrang: Größere Wirkungsgradverluste treten am Antriebsstrang zwischen der Leistungselektronik und der verfügbaren mechanischen Antriebsenergie auf. Im sogenannten Neuen Europäischen Fahrzyklus liegt der Wirkungsgrad bei diesem Fahrzeug im Schnitt über 60 Prozent.
- Energierückgewinnung: Die Energiebilanz verbessert sich durch die Rückgewinnung von Bremsenergie (5,9 kWh). Bei den Versuchen flossen beim Bremsen 56 Prozent der Bremsenergie als Ladeenergie wieder in die Batterie zurück. Damit stehen 18 Prozent (3,3 kWh) mehr Energie für den Betrieb des Fahrzeuges zur Verfügung.
