Rußfrei bauen Datenbank informiert über Baumaschinen mit Partikelfilter

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am 23. November eine Datenbank freigegeben, in der Unternehmer prüfen können, welche Partikelfilter für die von ihnen verwendeten Baumaschinen angeboten werden. Gleichzeitig können sich Berufsgenossenschaften und Gewerkschaften auf das Angebot an Filtertechnologie berufen, um mehr Arbeitsschutz auf der Baustelle einzufordern.

© Messe München

Mit Hilfe des Informationssy stems unter russfrei-bauen.de will die DUH den umfassenden Einsatz von Filtertechnologie auch für Baumaschinen und stationäre Geräte vorantreiben.

Die mit Diesel betriebenen Baumaschinen sind laut DUH für ein Viertel der innerstädtischen Rußemissionen verantwortlich. Strenge Auflagen für den Einsatz von Rußfiltern gibt es bislang nur für den Betrieb in Tunnellagen oder geschlossenen Räumen oder dann, wenn diese Vorgaben in den Genehmigungsunterlagen festgeschrieben sind. 

Baumaschinen sind im Bundesimmissionsschutzgesetz von der Filterpflicht ausgenommen. Diese Lücke in der be stehenden Gesetzgebung führt mit dazu, dass trotz der Einführung von mittlerweile knapp 50 Umweltzonen in Deutschland viele Städte die Vorgaben der EU Gesetzgebung zur Luftreinhaltung nicht einhalten können. 

Das Alter der Maschinen und die Art ihrer Nutzung sind die Hauptgründe für die hohen Ultrafeinstaubemissionen durch Baumaschinen, beklagt die DUH. Denn trotz vergleichsweise geringer Stückzahlen würden sie durch ihre vielen Einsatzstunden am selben Ort und ihre intensive Nutzung über viele Jahre hinweg für Anwohner und Bau stellenarbeiter ein hohes Gesundheitsrisiko dar stellen.

Partikelgrenzwerte für Neumaschinen wurden erst 1999 eingeführt und im Gegensatz zu Straßenfahrzeugen seitdem nicht verschärft. Deshalb halten zahlreiche im Einsatz befindliche Maschinen keine oder nur schwache Abgasstandards ein.

Die EU-Kommission plant im näch sten Jahr, für neue Maschinen einen Vorschlag für die Revision der EU-Richtlinie 97/68/EU (NRMM-Direktive zur Bekämpfung der Emission von gasförmigen Schadstoffen und luftverunreinigenden Partikeln aus Verbrennungsmotoren für mobile Maschinen und Geräte) vorzulegen. Die Umweltverbände fordern die Einführung eines Werts für die Partikelanzahl analog zu den Euro-Norm Vorgaben für schwere Nutzfahrzeuge. ste