Starke Preisschwankungen

Kraftstoffverbrauch 2010 leicht rückläufig

Starke Preisschwankungen

Deutschlands Tankstellen haben im vergangenen Jahr weniger Kraftstoff verkauft. Laut Aral ist der Absatz leicht auf 35 Millionen Tonnen gesunken. Otto- und Dieselkraftstoffe entwickelten sich jedoch unterschiedlich.

Nach dem Krisenjahr 2009 stieg der Dieselabsatz im Folgejahr um 2,0 Prozent auf 15,7 Millionen Tonnen, was Aral als Indiz für eine konjunkturelle Aufhellung und die Erholung des Transportgewerbes wertete. Einen gegenläufigen Trend gab es beim Benzin: Hier sank - aufgrund gestiegener Preise und rückläufiger Verbräuche - der Absatz um 2,6 Prozent auf 19,3 Millionen Tonnen.

Auffällig waren im zurückliegenden Jahr die starken Preisschwankungen. Den 166 Tagen mit Preissenkungen folgten 196 Tage mit Preiserhöhungen. Im Vergleich zu 1999 - mit 43 Erhöhungsmaßnahmen der Branche - hat sich die Anzahl mehr als vervierfacht.

Der monatliche Durchschnittspreis für einen Liter Superbenzin erreichte im Februar 2010 mit 135,7 Cent den Jahrestiefststand. Im Dezember lag er mit 147,6 Cent 11,3 Cent über dem Januarniveau auf dem Jahreshöchststand. Parallel zum Superpreis erreichte der durchschnittliche Dieselpreis im Februar mit 115 Cent den Jahrestiefststand. Mit 131,3 Cent kostete Diesel im Dezember durchschnittlich 15 Cent mehr als im Januar 2010 und lag damit ebenfals auf Jahreshöchstniveau.

Ohne Steuern hätte der Autofahrer im Jahresmittel 2010 an der Tankstelle je nach Kraftstoffsorte nur 53 bis 59 Cent pro Liter bezahlen müssen. dhz