Klimaschutz Stadtradeln: Strampeln für besseres Klima

Die Mitmach-Aktion Stadtradeln zur Förderung des Radverkehrs in den Kommunen läuft noch bis September. Darum geht's.

Mann mit Fahrrad auf dem Bahnsteig
Die Aktion Stadtradeln erfreut sich steigender Beliebtheit. 2024 haben sich bundesweit mehr als 800.000 Menschen beteiligt. - © Klima-Bündnis-Services

Seit Ende Mai 2025 läuft in vielen Kommunen wieder die Aktion Stadtradeln. Noch bis September können sich Teams – zum Beispiel von Unternehmen oder Vereinen – zu­sammenschließen, um innerhalb von 21 Tagen möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei zählen beruflich ge­fahrene Strecken ebenso wie private Ausflüge.

Zur Dokumentation der Fahrradkilometer steht eine App zur Verfügung, über die sich die Strecken auch anonymisiert aufzeichnen lassen. Diese Daten werden wissenschaftlich ausgewertet und den Kommunen zur Verfügung gestellt, um ihre Radverkehrsplanung entsprechend anzupassen. Zudem können die Teilnehmer über die Bürgerbeteiligungsplattform "RADar!" direkt auf Mängel oder Verbesserungsbedarf im Radwegenetz hinweisen.

Mehr als 2.800 Kommunen 2024 beim Stadtradeln dabei

Das Stadtradeln wird seit 2008 jährlich durchgeführt. Initiator war das Klima-­Bündnis, dem über 2.000 Kommunen aus 25 europäischen Staaten angehören. Im vergangenen Jahr haben sich bundesweit 2.886 Kommunen und knapp 816.500 Menschen beteiligt. Dabei wurden insgesamt 144.756.887 km mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das entspricht laut Datenportal "Radverkehr in Deutschland" einer Einsparung von schätzungsweise 20.000 t CO2 gegenüber der gleichen Strecke im Autoverkehr. Besonders aktiv beim Stadtradeln 2024 war die Stadt Mannheim, in der 4.473 Radler in 207 Teams rund 890.000 km zurücklegten und damit 149 t CO2 einsparten.

Der Startschuss zur diesjährigen Mitmach-Aktion ist bereits am 1. Mai in Frankfurt am Main gefallen. "Unsere Stadt stellt tagtäglich unter Beweis, dass die Mobilitätswende an Geschwindigkeit zulegt. Das Fahrrad ist das ideale Verkehrsmittel innerhalb der Stadt, denn bei klassischen Alltagswegen von unter fünf Kilometern kommt jeder schneller und flexibler ans Ziel“, sagte Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez bei der Auftaktveranstaltung. ste