Westerwelle fordert an Viadrina ein handlungsfähiges Europa Stabilisierender Faktor

Angesichts der Globalisierung sieht Außenminister Guido Westerwelle Europa als stabilisierenden Faktor. "Wir brauchen in diesen Zeiten ein handlungsfähiges Europa", sagte der FDP-Politiker am Dienstag an der Europa-Universität Frankfurt (Oder). Eine "Renationalisierung von Politik" wäre ein fataler Fehler.

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Stabilisierender Faktor

Frankfurt (Oder) (dapd-lbg). Angesichts der Globalisierung sieht Außenminister Guido Westerwelle Europa als stabilisierenden Faktor. "Wir brauchen in diesen Zeiten ein handlungsfähiges Europa", sagte der FDP-Politiker am Dienstag an der Europa-Universität Frankfurt (Oder). Eine "Renationalisierung von Politik" wäre ein fataler Fehler.

In Europa sei es gelungen, aus dem "Konfrontationsmodell ein Kooperationsmodell" zu machen. Der Ehrgeiz sei, dies auch im weltweiten Maßstab zu erreichen. Kein Land könne heute Probleme wie Sicherheit oder Umweltschutz mehr alleine lösen.

Über den Wohlstand einer Gesellschaft entschieden in der globalisierten Welt in erster Linie Bildung und Forschung, sagte Westerwelle vor Studenten der östlichsten deutschen Universität, an der fast ein Viertel der Studenten aus dem Ausland kommen. Er sprach dort in einer Dialogreihe der Humboldt-Viadrina School of Governance über "Herausforderungen guten Regierens" in Zeiten der Globalisierung.

Westerwelle war das zweite Mal als Außenminister an der Europa-Universität. Er erinnerte daran, dass er im November 2010 zum 20. Jahrestag des deutsch-polnuschen Grenzvertrags gemeinsam mit seinem Warschauer Kollegen Radoslaw Sikorski zu einer Konferenz nach Frankfurt (Oder) gekommen war.

dapd