Die Verbraucherschützer fordern die Bundesregierung auf, bei der Erarbeitung eines neuen Energiekonzepts nicht nur auf die großen Konzerne zu hören. Auch die Bürger auf die Mitsprache der Bürger sollte geachtet werden.
Staatliche Förderung der Gebäudesanierung vordringlich
Auch die Bürger als Energienutzer müssten gehört werden, verlangte der Vorstand des .
Die Verbraucherzentrale Bundesverband, der Verband kommunaler Unternehmen, der Deutsche Mieterbund und der Verband Wohneigentumfordern fordern "eine Energiepolitik, die Bezahlbarkeit, Versorgungsschutz und Klimaschutz gewährleistet". Höheren Energiepreisen im Zuge des sich andeutenden Ausstiegs aus der Atomenergie müsse durch eine Verringerung des Energieverbrauchs entgegengewirkt werden.
Staatliche Förderung ausbauen
Am vordringlichsten sei dabei die staatliche Förderung der Gebäudesanierung. Die bei der energetischen Sanierung anfallenden Kosten lassen sich den Verbänden zufolge weder über einzusparende Heizkosten noch über Mieterhöhungen finanzieren. Weitere Maßnahmen sind nach Ansicht der Verbände die Errichtung hocheffizienter Gaskraftwerke, der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie scharfe Grenzwerte für Elektrogeräte und ein entsprechendes Prämienprogramm.
Nach Berechnungen der Verbraucherverbände sind jährlich fünf Milliarden Euro erforderlich, um die Energieeinsparziele der Bundesregierung zu erreichen. Demgegenüber sei die Summe der Fördermittel von 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf 436 Millionen Euro in diesem Jahr gesunken.
Die Verbände gehen im Zusammenhang mit der geplanten Energiewende von leichten Strompreiserhöhungen aus. $(LEhttp://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/news/News-Neubau-von-15-bis-20-Gas-und-Kohlekraftwerken-gefordert_6146877.html:Holger Krawinkel, Energieexperte der Verbraucherzentrale, bezeichnete die Aussage von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), dass sich der Preis für die Kilowattstunde Strom in den nächsten Jahrzehnten nur um 0,1 bis maximal 0,9 Cent erhöhen werde, als realistisch.|_top)$ Wichtig sei aber, den Kostenanstieg zu begrenzen. Dazu müssten beispielsweise Kompromisse beim Bau von Windanlagen und Stromleitungen gefunden werden.
dapd