Spielverderber

Autos sind ja bekanntlich ein besonders beliebtes Männerspielzeug. Deshalb bekommen die Herren der Schöpfung auch immer die Krise, wenn ihr vierrädriges Gefährt nicht gleich anspringt. Die Dienstverweigerung des fahrbaren Untersatzes kann zwar viele Ursachen haben, aber der erste Verdacht fällt meist auf ein gefräßiges Tierchen.

Autos sind ja bekanntlich ein besonders beliebtes Männerspielzeug. Deshalb bekommen die Herren der Schöpfung auch immer die Krise, wenn ihr vierrädriges Gefährt nicht gleich anspringt. Die Dienstverweigerung des fahrbaren Untersatzes kann zwar viele Ursachen
haben, aber der erste Verdacht fällt meist auf ein gefräßiges Tierchen. Marder haben eben wie Männer eine Schwäche für Autos, nur dass die kleinen Räuber unter der Kühlerhaube ihren Spieltrieb befriedigen und dabei am liebsten die Zündkabel zerbeißen.

Insgesamt 207.000 Schadensfälle wurden bei den deutschen Versicherern im Jahr 2009 gemeldet. Der Gesamtschaden in der Teilkasko summierte sich auf 50 Millionen Euro. Da wird es Zeit, dass dem Schädling endlich das Handwerk gelegt wird, zumal sich die Marder weder von Hundehaaren noch von Mottenkugeln oder nervigen Pfeiftönen abschrecken lassen. Kürzlich hat sich Deutschlands meistzitierter Schädlingsbekämpfer in die Diskussion eingeschaltet. Konrad Brockmann empfiehlt, wie im Versicherungsmagazin „Positionen“ zu lesen war, menschlichen Urin über den Motorblock zu kippen. Der Urinstein, der nach dem Abtrocknen übrig bleibt, sei für Männer nicht wahrnehmbar, wohl aber vom Marder. Wenn die Tiere Männer wittern, nehmen sie lieber reißaus.

Männer, die gerade kein Gefäß zur Hand haben, können auch direkt in den Motorraum pinkeln. Und wer nicht muss, kann ja mit einem Bierchen nachhelfen. Das verstärkt den Harndrang. Nur fahren darf man(n) dann auch nicht mehr. ste