Integrationsbeauftragte Böhmer und Handwerkspräsident Kentzler werben für mehr Ausbildung Speiseeishersteller – neuer handwerklicher Traumberuf mit antiken Wurzeln

Speiseeishersteller – der neue Traumberuf? Für viele eröffnet sich in diesem Jahr die Möglichkeit, mit einer Ausbildung zu beginnen.

Speiseeishersteller – neuer handwerklicher Traumberuf mit antiken Wurzeln

Gemeinsam mit Maria Böhmer, der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, stellte Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), in Berlin den neuen Ausbildungsberuf Speiseeishersteller/-in vor.

Unter den Ausbildungsbetrieben sind viele italienische Eiscafés, die in der seit der Antike überlieferten italienischen Tradition arbeiten. Kentzler und Böhmer unterstützen dieses Engagement und werben dafür, dass sich auch in anderen Berufsgruppen Unternehmer mit Migrationshintergrund verstärkt in der Ausbildung engagieren. "Als beliebte Treffpunkte und neuerdings auch als Ausbildungsbetriebe sind die italienischen Eiscafés Orte der Vielfalt. Kulturelle Vielfalt ist eine Bereicherung, eröffnet Chancen und ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Genauso wie die Ausbildung von jungen Menschen. Die Jugendlichen erhalten eine Perspektive für eine erfolgreiche Zukunft. Und die Unternehmen selbst profitieren langfristig von dem Können ihrer eigenen Fachkräfte", sagte Böhmer.

2008 wurde die Ausbildungsordnung für den handwerklichen Ausbildungsberuf Speiseeishersteller/-in erlassen. Die zweijährige Ausbildungszeit wird in einem Eiscafé, einer Konditorei oder Bäckerei absolviert. Die ersten Jugendlichen haben bereits ihre Ausbildung begonnen. Treibende Kraft hinter der Schaffung dieses Ausbildungsberufes sind der Verband der italienischen Speiseeishersteller (UNITEIS) und der ZDH. Handwerkspräsident Otto Kentzler: "Wir sind froh über diesen gemeinsamen Erfolg mit den in handwerklicher Tradition arbeitenden italienischen Speiseeisherstellern, die seit zehn Jahren Mitglied des ZDH sind." "Die duale Ausbildung in der Berufsschule und im Geschäft garantiert exzellenten Nachwuchs in ausreichender Zahl. So sichern wir die Zukunft der italienischen Eiscafés in Deutschland", sagte UNITEIS-Präsident Dino Dall`Anese.

Das Interesse gerade bei Jugendlichen aus anderen Migrantengruppen an dem neuen Ausbildungsberuf ist groß. Voraussetzung ist der Hauptschulabschluss, nach erfolgreicher Prüfung kann man nicht nur in Eiscafé, Konditorei oder Bäckerei arbeiten, sondern auch ein eigenes Geschäft eröffnen. Wer weiter lernen möchte, kann nach der Ausbildung gleich im zweiten Lehrjahr einsteigen z.B. für den Beruf Konditor/-in, Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk oder Fachkraft im Gastgewerbe.

dhz