In der Debatte zur Behebung der Euro-Schuldenkrise attackiert der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
SPD-Haushälter kritisiert Merkels Politik in der Euro-Krise
Düsseldorf (dapd). In der Debatte zur Behebung der Euro-Schuldenkrise attackiert der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Die Bundeskanzlerin hat eine umfassende Lösung aus populistischen Gründen blockiert. Heute steht sie vor dem Scherbenhaufen ihrer Politik, denn es droht nun eine systemische Krise des gesamten Euroraums", sagte Schneider der Onlineausgabe des Düsseldorfer "Handelsblatts" laut Vorabbericht
Der SPD-Politiker sagte, Merkel habe durch ihre Politik Deutschland in Europa isoliert. "Schon vor einem Jahr hatte Deutschlands Stimme in Europa kein Gewicht mehr", sagte Schneider. Merkel habe es zugelassen, dass der französische Präsidenten Nicolas Sarkozy und Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi die Europäische Zentralbank (EZB) in die "größte Bad Bank Europas" umgewandelt hätten. "Heute steht EZB der Politik nicht mehr als objektiver Ratgeber zur Verfügung, sondern vertritt nur noch die Interessen, die sich aus ihrer bilanziellen Belastung ergeben", sagte Schneider.
dapd
